130.000 Euro für ein Adventskonzert: Söders teure Kulturveranstaltung sorgt für Streit
Ben Schmidt130.000 Euro für ein Adventskonzert: Söders teure Kulturveranstaltung sorgt für Streit
Ein Adventskonzert unter der Schirmherrschaft von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kostete die Steuerzahler im Dezember rund 130.000 Euro. Die Veranstaltung fand im historischen Cuvilliés-Theater in München statt und präsentierte bekannte Künstler. Doch die Landesregierung sieht sich angesichts von Sparmaßnahmen in anderen Bereichen mit Kritik an den Ausgaben konfrontiert.
Das Konzert Mitte Dezember bot Auftritte der Musiker Haindling und Claudia Koreck sowie des Regensburger Domchors. Durch den Abend führte Fernsehmoderator Florian Silbereisen. Zunächst versuchte die Staatskanzlei, die Gesamtkosten zu verschleiern, indem sie auf eine Bearbeitungsfrist verwies, bevor die Rechnungen final vorlagen.
Später bestätigte die Regierung zwar die Summe von 130.000 Euro, legte jedoch keine detaillierte Aufschlüsselung der Ausgaben vor. Beamte rechtfertigten die Kosten mit dem kulturellen Stellenwert der Veranstaltung sowie der Teilnahme von Ehrenamtlichen, Prominenten und Künstlern.
Die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, Claudia Köhler, übt scharfe Kritik an den Ausgaben. Sie argumentiert, dass die Mittel sinnvoller hätten eingesetzt werden können, und verweist auf geplante Kürzungen von 1,242 Millionen Euro für Musikschulen im Haushalt 2026. Ein Vergleich der Konzertkosten mit ähnlichen Veranstaltungen in Bayern oder anderen Bundesländern steht bisher aus.
Das 130.000-Euro-Konzert bleibt ein politischer Zankapfel. Während die Regierung den kulturellen Wert betont, hinterfragen Kritiker die Priorisierung einer solchen Veranstaltung in Zeiten knapper Haushaltsmittel. Weitere finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.






