30-Stunden-Warnstreik: Bayerns Polizei kämpft um faire Löhne und Respekt
Elias Braun30-Stunden-Warnstreik: Bayerns Polizei kämpft um faire Löhne und Respekt
Polizeibeschäftigte in Bayern streiken 30 Stunden für höhere Löhne
Am 10. Februar werden Polizeimitarbeiter in ganz Bayern für 30 Stunden die Arbeit niederlegen – ein Warnstreik, organisiert von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bayern. Gefordert werden höhere Löhne für nicht uniformierte Angestellte. Uniformierte Beamte dürfen zwar nicht streiken, haben aber Unterstützung in ihrer Freizeit zugesagt.
Betroffen sind tarifbeschäftigte Polizeikräfte, darunter Verwaltungsangestellte, IT-Fachleute und Mitarbeiter in Kfz-Werkstätten. Besonders stark wird die Beteiligung in München und der Oberpfalz sein. Um 9 Uhr beginnt auf dem Münchner Odeonsplatz eine Kundgebung, gefolgt von einer Demonstration und Abschlussreden.
Die Gewerkschaft pocht auf eine Lohnerhöhung von 7 Prozent oder mindestens 300 Euro mehr im Monat für alle nicht beamteten Beschäftigten. Zudem soll die Erhöhung rückwirkend für zwölf Monate gelten. Die Verhandlungsführer argumentieren, dass Polizeimitarbeiter ständiger Belastung und unregelmäßigen Arbeitszeiten ausgesetzt seien – ein Grund für bessere Bezahlung.
Der Streik fällt mit dem Beginn der dritten Runde der Tarifverhandlungen am 11. Februar zusammen. Zwar dürfen uniformierte Beamte nicht legal streiken, doch viele wollen an Kundgebungen teilnehmen oder außerhalb der Dienstzeit Solidarität zeigen.
Die 30-stündige Arbeitsniederlegung wird den Polizeibetrieb in zentralen bayerischen Regionen beeinträchtigen. Die Gewerkschaft hofft, mit der Aktion Arbeitgeber unter Druck zu setzen, um vor der Fortsetzung der Verhandlungen auf die Lohnforderungen einzugehen. Das Ergebnis könnte wegweisend für künftige Tarifabschlüsse im Bereich sein.