30 December 2025, 16:37

ADAC fordert schnellere Reformen beim Führerschein – mit klaren Bedingungen

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einem Präsentationsfolie.

ADAC fordert schnellere Reformen beim Führerschein – mit klaren Bedingungen

ADAC unterstützt Reformpläne für Führerschein-System – aber mit Nachbesserungsbedarf

Der ADAC hat sich hinter die geplanten Reformen des deutschen Führerschein-Systems gestellt. Die Änderungen sollen die Kosten senken und Wartezeiten für Fahrschüler – insbesondere junge Fahrer – verkürzen. Gleichzeitig fordert der Automobilclub jedoch Anpassungen an den aktuellen Entwurf.

Der ADAC befürwortet die Reduzierung der Fragen im Theorie-Test von bisher über 1.200 auf 750. Weniger Fragen würden seiner Meinung nach die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleisten, das Verfahren aber effizienter gestalten. Kritik des TÜV, der vor einem Absinken der Standards durch die Streichung von Fragen gewarnt hatte, wies der Verband zurück.

Um praktische Prüfungen zu beschleunigen, schlägt der ADAC vor, die Testdauer von derzeit 45 auf 25 Minuten zu halbieren. Dadurch könnten Prüfer mehr Tests pro Tag durchführen und so die langen Wartezeiten entlasten. Zudem regt der Club an, Fahrsimulatoren einzusetzen, um die Ausbildung schneller und günstiger zu machen.

Während der ADAC digitale Theorie-Stunden begrüßt, lehnt er eine Verpflichtung dazu ab. Die von Verkehrsminister Patrick Schnieder vorgeschlagenen Reformen sollen frühestens Anfang 2027 in Kraft treten. Der ADAC drängt jedoch auf eine Verabschiedung des Gesetzes bereits bis Mitte 2026 – mit der Begründung, dass junge Fahrer derzeit mit unerschwinglichen Kosten und überlangen Wartezeiten kämpfen.

Würden die Reformen schneller umgesetzt, könnten sie die Ausgaben senken und Verzögerungen verringern. Die ADAC-Vorschläge zielen darauf ab, die Prüfungen zu straffen, ohne die Sicherheit zu gefährden. Bei einer Umsetzung wären es die ersten größeren Änderungen des deutschen Führerschein-Systems seit Jahren.