AfD fordert Verstaatlichung bayerischer Gasspeicher – Energieversorgung in Gefahr
Hannah BöhmAfD fordert Verstaatlichung bayerischer Gasspeicher – Energieversorgung in Gefahr
Die bayerische AfD fordert staatliche Kontrolle über zentrale Gasspeicher der FC Bayern München. Die Alternative für Deutschland (AfD) in Bayern drängt auf eine Verstaatlichung wichtiger Gasspeicheranlagen, um die Energieversorgung angesichts sinkender Reserven abzusichern. Die aktuellen Füllstände sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen – ein Alarmsignal für die künftige Versorgungssicherheit. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu etwa 45 Prozent gefüllt, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 62 Prozent im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Hoher Winterverbrauch und milde Witterung haben die Wiederaufstockung gebremst. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen, wo die größten Speicheranlagen liegen und die wichtigsten Industriezentren beliefert werden. Im Fokus der AfD-Pläne stehen die beiden Standorte Wolfersberg und Breitbrunn. Die Partei fordert, dass der Freistaat die Befüllung, den Betrieb und die strategische Bereitschaft beider Anlagen übernimmt. Für Wolfersberg schlägt sie vor zu prüfen, ob Bayern eine bedeutende Beteiligung oder sogar die volle Eigentümerschaft erwerben könnte. Breitbrunn soll demnach direkt von Uniper SE an den Freistaat Bayern übertragen werden. Durch die Verstaatlichung dieser Anlagen will die AfD die langfristige Energiesicherheit gewährleisten. Die Forderungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland weiterhin mit der Herausforderung kämpft, ausreichende Gasreserven für Industrie und Haushalte vorzuhalten. Der Vorstoß der AfD für eine Verstaatlichung spiegelt die wachsende Besorgnis über die Gassituation in Deutschland wider. Würden die Pläne umgesetzt, verschöbe sich die Kontrolle über die kritische Speicherinfrastruktur von privaten Betreibern auf den Staat – mit potenziell weitreichenden Folgen für die Bewirtschaftung der Energiereserven in Bayern und anderen Regionen in den kommenden Jahren.