AfD-Landesvorsitzender: Märkl tritt aus der Partei aus - AfD wirft IB-Chef Märkl raus – doch Extremismus-Vorwürfe bleiben
Maximilian Märkl, der Chef der rechtsextremen "Identitären Bewegung Deutschland" (IB), ist aus der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) ausgetreten. Sein Rückzug erfolgt nach Enthüllungen über seine Rolle in der IB, die von deutschen Behörden als extremistisch eingestuft wird.
Märkl war im Dezember 2022 der bayerischen AfD beigetreten, ohne seine Position als "Bundessprecher" der IB offenzulegen. Seine Austrittsbestätigung kam von Stephan Protschka, dem Landesvorsitzenden der AfD in Bayern, der auf die Parteiregeln verwies, die eine Mitgliedschaft in extremistischen Gruppen verbieten.
Die IB steht seit 2016 unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Zu ihren Aktivitäten zählt unter anderem ein gemeinschaftlich genutztes Wohnhausprojekt in Halle, das auch von einem AfD-Politiker als Büro genutzt wurde. Trotz juristischer Auseinandersetzungen – etwa einem Prozess 2018 gegen 17 Aktivisten wegen Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung – behielt die Gruppe politischen Einfluss. Die Verbindungen zur AfD vertieften sich, etwa durch Auftritte von Figuren wie Martin Sellner in Landesparlamenten oder die Übernahme von "Remigrations"-Forderungen durch die Partei.
Märkls Doppelfunktion wurde während einer Podiumsdiskussion bekannt, an der er gemeinsam mit Sellner und der AfD-Landesabgeordneten Lena Kotré teilnahm. Die Satzung der AfD verbietet Mitgliedern ausdrücklich die Zusammenarbeit mit extremistischen Organisationen – dazu zählt auch die IB, die in der Unvereinbarkeitsliste der Partei geführt wird.
Der Rücktritt unterstreicht die innerparteiliche Durchsetzung der Extremismusrichtlinien der AfD. Mit Märkls Austritt entfällt zwar eine direkte Personalie zwischen Partei und IB, doch bleiben strukturelle und ideologische Verbindungen zwischen der Gruppe und AfD-Vertretern bestehen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Prüfungen rechtsextremer Netzwerke in der deutschen Politik.