Alfons Schuhbeck zu Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt – und kämpft um seine Zukunft
Hannah BöhmAlfons Schuhbeck zu Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt – und kämpft um seine Zukunft
Sternkoch Alfons Schuhbeck zu drei Jahren und zwei Monaten Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt
Der Promi-Koch Alfons Schuhbeck ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn schuldig, rund 2,3 Millionen Euro an Steuern mit Hilfe eines maßgeschneiderten Computerprogramms vorenthalten zu haben. Schuhbeck räumte ein, sich vor einer Haftstrafe zu fürchten, kündigte jedoch an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein ausgeklügeltes System zur Verschleierung von Einkünften vor den Finanzbehörden. Schuhbeck hatte ein speziell entwickeltes Computerprogramm nutzen lassen, um seine Buchführungsunterlagen zu manipulieren. Der vorsitzende Richter bezeichnete sein Vorgehen als 'hochkriminell' und betonte den Aufwand, mit dem der Betrug vertuscht worden sei.
Das Urteil hat bereits Konsequenzen für seine Karriere: Der Bayerische Rundfunk und das ZDF haben seine Kochsendungen aus dem Programm genommen. Seine Zukunft im Fernsehen bleibt ungewiss, solange das Rechtsverfahren andauert. Unterdessen schickte die Tierrechtsorganisation PETA Schuhbeck ein veganes Kochbuch – mit der Aufforderung, das Leid der Tiere zu bedenken und sich pflanzlich zu ernähren. Sollte er im Gefängnis in der Küche arbeiten, regte PETA an, er könne sich dort für vegane Speiseoptionen einsetzen. Aufgrund der Berufung muss Schuhbeck seine Strafe vorerst nicht antreten. Falls das Urteil Bestand hat, soll er die Haft in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech verbüßen.
Da das Berufungsverfahren noch aussteht, ist Schuhbecks juristischer Kampf noch nicht beendet. Die Haftstrafe würde erst vollstreckt, falls ein höheres Gericht das Urteil bestätigt. Bis dahin schweben seine berufliche und private Zukunft in der Ungewissheit.