Amazon bringt Paketboxen an Shell-Tankstellen – und baut sein Liefernetz aus
Johanna MüllerAmazon bringt Paketboxen an Shell-Tankstellen – und baut sein Liefernetz aus
Amazon baut sein Liefernetz in Deutschland aus – mit einer neuen Partnerschaft
Der Konzern testet in München Amazon-Schließfächer an Shell-Tankstellen. Damit geht das Unternehmen auch einen strategischen Schritt in seiner Logistikpolitik.
Zehn Shell-Stationen in der bayerischen Landeshauptstadt sind bereits mit den Paketboxen ausgestattet. Kunden können dort nicht zugestellte Sendungen bequem abholen. Langfristig soll das Angebot auf hunderte Shell-Stationen in ganz Deutschland ausgeweitet werden.
Die Initiative ist Teil von Amazons Bestrebungen, den hauseigenen Lieferdienst Amazon Logistics weiter auszubauen. Damit will das Unternehmen seine Abhängigkeit von externen Paketdiensten wie der DHL verringern, die derzeit den Großteil der Amazon-Lieferungen in Deutschland abwickelt.
Parallel formieren sich weitere Entwicklungen in Logistik und Automobilbranche Das Start-up SuperPanther und Steyr Automotive haben sich zusammengeschlossen, um Elektro-Lkw zu produzieren. Gleichzeitig investiert Volkswagen Nutzfahrzeuge in sein Werk im polnischen Września, um dort die nächste Generation des e-Crafter zu fertigen. Auch der Energiekonzern Varo stockt sein Portfolio auf – durch die Übernahme von Elexon.
Die neuen Amazon-Schließfächer an Shell-Stationen sollen Kunden die Paketabholung erleichtern. Das erweiterte Liefernetz könnte zudem die Abhängigkeit des Konzerns von externen Logistikpartnern verringern. Angesichts steigender Dieselpreise in der Sommerreisezeit dürften Speditionen zudem verstärkt auf intelligente Routenplanung setzen, um Kosten zu sparen.
