Ausbau des Frankenschnellwegs genehmigt: Beschwerde vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen
Johanna MüllerAusbau des Frankenschnellwegs genehmigt: Beschwerde vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen
Ausbau der Frankenschnellweg genehmigt: Bundesverwaltungsgericht weist Klage ab
Rechtliche Hürden überwunden. Ausbau der Frankenschnellweg in Nürnberg genehmigt: Hintergründe zu Planung, Kosten, Bauphasen und Auswirkungen auf das Stadtgebiet.
- April 2025, 15:30 Uhr
Der lang umstrittene Ausbau der Nürnberger Frankenschnellweg hat nach Jahren der Verzögerungen endlich grüne Straße erhalten. Das Bundesverwaltungsgericht wies eine Klage des Bund Naturschutz ab und ebnete damit den Weg für das Milliardenvorhaben. Trotz anhaltender Kritik kann das Projekt nun schrittweise umgesetzt werden.
Mit diesem Urteil fällt die letzte rechtliche Barriere für das seit Langem geplante Großprojekt. Umweltverbände wie der Bund Naturschutz hatten gegen die Pläne geklagt, vor allem aus ökologischen Bedenken. Befürworter argumentieren hingegen, der Ausbau werde Fahrzeiten verkürzen, Staus verringern und die Emissionen senken.
Die Bauarbeiten sollen in zwei Abschnitten erfolgen. Im westlichen Bereich entsteht eine dritte Fahrspur sowie auf 3 Kilometern Länge Lärmschutzwälle. Im zentralen Abschnitt werden ein 1,8 Kilometer langer Tunnel und ein neuer, 22.000 Quadratmeter großer Stadtpark gebaut. Zudem sind 5 Kilometer neue Rad- und Fußwege vorgesehen.
Die Finanzierung teilen sich der Freistaat Bayern und die Stadt Nürnberg. Bayern übernimmt 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro, Nürnberg trägt die verbleibenden 20 Prozent. Die Ausschreibungen für die Bauaufträge sollen in Kürze beginnen, doch mit dem Baubeginn wird frühestens in einem Jahr gerechnet. Die Fertigstellung des gesamten Projekts wird voraussichtlich etwa ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen.
Nach der nun erfolgten rechtlichen Klärung kann der Ausbau wie geplant voranschreiten. Ziel des Vorhabens ist es, den Verkehr zu entlasten und gleichzeitig Grünflächen sowie Radverbindungen auszubauen. Falls der Zeitplan eingehalten wird, wird die modernisierte Frankenschnellweg den Nürnberger Verkehr in den kommenden zehn Jahren maßgeblich prägen.