Bamberg übernimmt umstrittenes Ankerzentrum – doch der Betrieb bleibt vorerst
Johanna MüllerSo geht es mit dem Bamberger Ankerzentrum weiter - Bamberg übernimmt umstrittenes Ankerzentrum – doch der Betrieb bleibt vorerst
So geht es mit dem Bamberger Ankerzentrum weiter
Teaser: Wie die Zukunft des Bamberger Ankerzentrums aussieht – und was nach jahrelangem Streit mit dem Freistaat nun geplant ist.
Kicker: Nach jahrelangem Streit: Bamberg übernimmt Ankerzentrum – doch der Betrieb geht vorerst weiter
Publikationsdatum: 12. Dezember 2025, 08:25 Uhr
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Die Stadt Bamberg hat nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit dem Freistaat Bayern die Verantwortung für das ehemalige Ankerzentrum für Geflüchtete übernommen. Die offizielle Übergabe des Geländes erfolgte am 1. Juli 2024, nachdem ein Kompromiss gefunden wurde, der den vorläufigen Weiterbetrieb über das Jahr 2025 hinaus ermöglicht. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) bezeichnete die Einigung als eine „echte Entwicklungschance“ für die Zukunft der Stadt.
Das Ankerzentrum war 2015 auf einem Gelände errichtet worden, das zuvor von der US-Armee genutzt worden war. Die Betriebsverträge sollten ursprünglich Ende 2025 auslaufen, was zu monatelangen Verhandlungen zwischen der Stadt und dem bayerischen Innenministerium führte. Während Bamberg auf eine Schließung drängte, pochte das Ministerium auf eine Weiterführung – mit Verweis auf den Mangel an vergleichbaren Einrichtungen in Oberfranken.
Mit der Übergabe des Areals endet ein langjähriger Konflikt zwischen Kommunal- und Landespolitik. Zwar bleibt der Betrieb vorerst aufrechterhalten, doch liegt die langfristige Nutzung nun in der Hand der Stadt. Die nächsten Schritte sollen in der kommenden Stadtratssitzung konkretisiert werden.