27 April 2026, 10:17

Bärin JJ4 nach tödlichem Angriff: Proteste für ihre Freilassung wachsen

Eine Briefmarke mit einer realistischen Abbildung eines Eisbären und seiner beiden Jungen, mit dem Text "Wildtier-Schutz" oben.

Bärin JJ4 nach tödlichem Angriff: Proteste für ihre Freilassung wachsen

Eine Bärin mit dem Namen JJ4, auch Gaia genannt, wurde nach der Tötung eines Joggers Anfang April gefangen. Der Vorfall löste eine breite Debatte aus – Hunderte Demonstranten fordern mittlerweile ihre Freilassung aus dem Tierheim Casteller.

Der Angriff ereignete sich in der ersten Aprilwoche, als JJ4 einen Jogger tödlich verletzte. Die Behörden reagierten, indem sie die Bärin einfingen und von ihren drei Jungtieren trennten. Diese Entscheidung löste öffentliche Empörung aus: Vor dem Tierheim in Casteller versammelten sich Protestierende mit Schildern wie "Bären sind die Opfer der Regionalregierung".

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ursprünglich war angeordnet worden, JJ4 einzuschläfern. Ein Gericht setzte diesen Beschluss jedoch später aus und verschob weitere Maßnahmen bis zu einer für den 11. Mai anberaumten Verhandlung. JJ4 ist die Schwester von Bruno, einem weiteren sogenannten "Problembären", der 2006 in Bayern erschossen wurde.

Die Demonstranten fordern weiterhin ihre Freilassung und argumentieren, die Bärin dürfe nicht für ihr natürliches Instinktverhalten verantwortlich gemacht werden. Der Fall hat die Diskussion über Wildtiermanagement und Mensch-Tier-Konflikte in der Region neu entfacht.

JJ4 bleibt bis zur Gerichtsentscheidung in Gewahrsam des Tierheims Casteller. Die Verhandlung am 11. Mai wird darüber entscheiden, ob sie freigelassen, umgesiedelt oder mit weiteren Konsequenzen rechnen muss. Ihre drei Jungtiere wurden bereits getrennt und an anderen Orten untergebracht.

Quelle