15 May 2026, 22:16

Batteriegestützte Ladetechnik senkt Kosten und steigert Effizienz in Regensburg

Elektrofahrzeug-Ladestation mit der Beschriftung "V2G Fast Charger" im Freien mit B├Ąumen und einem Geb├Ąude im Hintergrund bei klarem blauem Himmel.

Batteriegestützte Ladetechnik senkt Kosten und steigert Effizienz in Regensburg

Ein neues Mikronetz-Projekt hat gezeigt, wie batteriegestützte Ladetechnologie die Kosten senken und die Effizienz steigern kann. Die Energielösung GmbH arbeitete dafür mit ADS-TEC Energy zusammen, um ein System zu entwickeln, das teure Netzerweiterungen überflüssig macht. Die Lösung wurde an einer öffentlichen Schnellladestation in Regensburg getestet – mit vielversprechenden Ergebnissen für die zukünftige Infrastrukturplanung.

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Das Projekt begann mit einer Forschungsarbeit an der Technischen Hochschule Ingolstadt, wo in einer Masterarbeit die technischen Grundlagen untersucht wurden. Anschließend entwickelte Energielösung gemeinsam mit ADS-TEC Energy ein batteriebasiertes Ladesystem. Kernstück ist der ChargePost, der über einen 201-kWh-Akku verfügt und die Ladeleistung erhöht, wenn die Netzkapazität begrenzt ist.

Die Tests fanden über mehrere Wochen am Hauptsitz von Bayernwerk in Regensburg statt. Das System bewies, dass es eine Ladeleistung von 300 kW bereitstellen kann, obwohl es nur an eine 125-kW-Netzverbindung angeschlossen war. Dies gelang durch den gezielten Einsatz der gespeicherten Energie bei Spitzenlast und das Nachladen, sobald Netzressourcen verfügbar waren.

Der ChargePost lässt sich zudem in bestehende Energie- und Gebäudemanagementsysteme integrieren. Dadurch ist eine zentrale Steuerung möglich, die die Leistung optimiert, die Kosten senkt und einen netzfreundlichen Betrieb gewährleistet. Feldtests zeigten, dass das System durch Lastspitzenmanagement und intelligenten Stromeinkauf die jährlichen Betriebskosten um mehrere tausend Euro reduzieren kann.

Neben den Kostenvorteilen unterstützt die Technologie das gleichzeitige Laden mehrerer Fahrzeuge. Sie gleicht Lastspitzen aus und kann sogar andere angeschlossene Ladestationen mit Energie versorgen. Indem die Ladeleistung von den Netzkapazitäten entkoppelt wird, verringert oder vermeidet das System die Notwendigkeit kostspieliger Infrastrukturausbauten.

Das Projekt beweist, dass batteriegestützte Ladelösungen hohe Leistung bieten können, ohne das Stromnetz zu überlasten. Praxistests bestätigten die Fähigkeit des Systems, Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern. Die Ergebnisse liefern ein praxistaugliches Modell für den Ausbau von Ladeinfrastrukturen – ohne aufwendige Netzerweiterungen.

Quelle