Bavariens Krisenhotlines sollen multilinguale Dienste ausbauen

Umfrage unter Seelsorgern: Beratung soll vielfältiger werden - Bavariens Krisenhotlines sollen multilinguale Dienste ausbauen
Eine aktuelle Studie unterstreicht die Notwendigkeit, dass die bayerischen Telefonseelsorge-Dienste ihr mehrsprachiges Angebot ausbauen und vielfältiger gestalten müssen, um einer zunehmend heterogenen Gesellschaft gerecht zu werden. Die vom Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP) der Ruhr-Universität Bochum durchgeführte Erhebung befragte über 800 Mitarbeiter:innen von Krisentelefonen und deckte Herausforderungen wie hohe Arbeitsbelastung und Personalmangel auf. Die zwischen Dezember 2024 und März 2025 durchgeführte Online-Umfrage zeigte, dass die Berater:innen mit ihrer Tätigkeit hochzufrieden sind und emotional stark mit ihrer Arbeit verbunden sind. Dennoch behindern begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen eine stärkere Ausrichtung auf interkulturelle Aspekte. Um auf die vielfältigen Krisensituationen der Anrufenden besser eingehen zu können, fordern die Berater:innen die Trägerorganisationen auf, die Arbeitsbelastung und den Personalmangel zu beheben. In der nächsten Phase der Studie sollen Rückmeldungen von Anrufenden gesammelt werden – ein Schritt, der frühere Bedenken zum Datenschutz und logistische Hürden überwinden soll. Die vom Erzbistum München und Freising in Auftrag gegebene Untersuchung betont, wie wichtig der Ausbau mehrsprachiger Unterstützung und interkultureller Sensibilität in den bayerischen Krisentelefonen ist. Durch die Bewältigung der Personalprobleme und die Einbindung von Anrufenden-Feedback können diese unverzichtbaren Dienstleistungen die Bedürfnisse einer vielfältigen Klientel in Notlagen künftig besser erfüllen.

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