Bayerische Kommunalwahlen: Mehr Landrätinnen, aber weniger Oberbürgermeisterinnen als 2018
Elias BraunBayerische Kommunalwahlen: Mehr Landrätinnen, aber weniger Oberbürgermeisterinnen als 2018
Bayerische Kommunalwahlen am 8. März: Leichter Anstieg bei Landrätinnen, Rückgang bei Oberbürgermeisterinnen
Bei den bayerischen Kommunalwahlen am 8. März wählen die Bürger in 62 der 71 Landkreise des Freistaats ihre Landräte. Zwar hat sich die Zahl der Frauen, die für diese Ämter kandidieren, leicht erhöht, doch in größeren Städten bewerben sich weniger Frauen um das Amt der Oberbürgermeisterin als noch vor sechs Jahren. Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild aus Fortschritten und Rückschlägen bei der Geschlechterrepräsentation in der Kommunalpolitik.
Der Anteil der Frauen, die für das Amt der Landrätin kandidieren, stieg leicht von 21,5 auf 22 Prozent. In Städten mit 10.000 oder mehr Einwohnern liegt der Frauenanteil unter den Oberbürgermeisterkandidatinnen jedoch nur noch bei 20,2 Prozent – ein Rückgang gegenüber 22,4 Prozent bei der letzten Wahl. Noch deutlicher ist der Rückgang in den kreisfreien Städten Bayerns: Hier sank der Frauenanteil von 26,3 auf 21,9 Prozent.
Die Parteidaten zeigen deutliche Unterschiede bei der Frauenrepräsentation. Die Grünen führen mit 39 Prozent weiblicher Oberbürgermeisterkandidatinnen und 42,2 Prozent Landratskandidatinnen. Die SPD folgt mit 22,7 Prozent Frauen unter ihren Oberbürgermeister- und 31,8 Prozent unter ihren Landratskandidaten.
Deutlich dahinter liegt die Christlich-Soziale Union (CSU): Nur 9,1 Prozent ihrer Oberbürgermeister- und 13 Prozent ihrer Landratskandidaten sind Frauen. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) weist den niedrigsten Frauenanteil auf – 6,4 Prozent bei Oberbürgermeister- und 4,8 Prozent bei Landratskandidaten. Die Freien Wähler zeigen ein gespaltenes Bild: Mit 31,3 Prozent weiblicher Oberbürgermeisterkandidatinnen liegen sie auf Platz zwei, bei den Landratskandidatinnen jedoch mit nur 8,3 Prozent auf dem vorletzten Platz.
Gewählt wird auch in 25 kreisfreien Städten, wobei die aktuellen Daten keine Auskunft darüber geben, wie viele der amtierenden Bürgermeisterinnen erneut antreten.
Die anstehenden Wahlen zeigen einen bescheidenen Anstieg bei den Kandidatinnen für Landratsämter, aber einen breiten Rückgang bei Frauen, die in größeren Kommunen für das Oberbürgermeisteramt kandidieren. Angesichts der großen Unterschiede zwischen den Parteien wird sich am 8. März zeigen, ob sich diese Trends in Bayerns Kommunalpolitik verstärken – oder eine Wende einleiten.






