15 January 2026, 06:43

Bayerische Zugspitzbahn setzt mit EMAS-Zertifikat neue Maßstäbe für nachhaltigen Tourismus

Ein Plakat, das die elektrische Stadt Bergbahn in Deutschland bewirbt, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und beschreibenden Text.

Bayerische Zugspitzbahn setzt mit EMAS-Zertifikat neue Maßstäbe für nachhaltigen Tourismus

Die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) ist Deutschlands erster – und derzeit einziger – Seilbahnbetreiber, der das EMAS-Umweltzeichen erhalten hat. Das Unternehmen setzt eine Reihe von ökologischen Maßnahmen um, von Projekten für erneuerbare Energien bis hin zur Abfallreduzierung, im Rahmen seines langfristigen Nachhaltigkeitsplans.

Geschäftsführer Anton Huber betonte die Bedeutung der Fortführung dieser Umweltbemühungen und bezeichnete die Zertifizierung als Meilenstein für das Unternehmen.

Im Oktober 2024 verpflichtete die BZB den US-amerikanischen Wirtschaftsingenieur Marc Antaya, um ihr Umweltprogramm zu leiten. Antaya, der auf Initiative Hubers ins Unternehmen geholt wurde, ist überzeugt, dass die BZB ihre Ziele erreichen kann, ohne die Ökosysteme der Region zu gefährden. Seine Schwerpunkte liegen auf der Reduzierung von Abfall, der Senkung des Energieverbrauchs und der Förderung nachhaltiger Ernährungsoptionen.

Die Bahn hat bereits damit begonnen, auf Großgebinde umzustellen, um Verpackungsmüll zu minimieren. Zudem werden schädliche Stoffe schrittweise durch umweltverträgliche Alternativen ersetzt. Bis 2026 plant die BZB, in ihren neun Restaurants 50 Prozent vegane und vegetarische Gerichte anzubieten, um die CO₂-Emissionen aus der Lebensmittelproduktion zu senken.

Im Energiesektor installiert die BZB Solaranlagen an ihren Aufzugssystemen. Ein kleines Wasserkraftwerk, das in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam mit EnBW entwickelt wurde, soll ab Sommer 2025 die Kreuzeckbahn mit Strom versorgen. Ziel ist es, bis 2028 den gesamten Strombedarf des Unternehmens aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Auch der Wasserschutz steht auf der Agenda. Die BZB optimiert die künstliche Beschneiung und führt Maßnahmen wie automatische Wasserhähne und wasserlose Urinale ein. In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen seinen Strom- und Wasserverbrauch jeweils um 10 Prozent reduzieren.

Mit ihrem Nachhaltigkeitsprogramm – das erneuerbare Energien, Abfallvermeidung und geringere Emissionen im Gastronomiebereich umfasst – strebt die BZB an, bis 2028 vollständig auf Ökostrom umzustellen. Durch diese Schritte arbeitet das Unternehmen daran, den Tourismusbetrieb in den Bayerischen Alpen mit ökologischer Verantwortung in Einklang zu bringen.