28 April 2026, 06:20

Bayerisches Wasserstoffprojekt H2Direkt gewinnt VKU-Innovationspreis 2025

Ein großes Wasserstoff-getriebenes Strahltriebwerk auf einem Zug, mit einer Person daneben, vor einem Hügel- und einem klaren blauen Himmel.

Bayerisches Wasserstoffprojekt H2Direkt gewinnt VKU-Innovationspreis 2025

Ein wegweisendes Energieprojekt in Bayern hat bundesweite Anerkennung für seinen innovativen Ansatz in der Wasserstoffversorgung erhalten. H2Direkt, die erste Initiative in Deutschland, die ein bestehendes lokales Gasnetz vollständig auf Wasserstoff umstellt, wurde mit dem VKU-Innovationspreis 2025 ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 11. März 2025 im Rahmen einer Feier in Berlin statt und würdigte damit den Beitrag des Projekts zu nachhaltigen Energielösungen.

Das H2Direkt-Projekt startete als 18-monatige Testphase in Hohenwart (Bayern), wo zehn Haushalte und ein Gewerbebetrieb über ein umgerüstetes Gasnetz mit reinem Wasserstoff versorgt wurden. Anders als bei herkömmlichem Erdgas handelte es sich dabei um eine 100-prozentige Wasserstoffversorgung – ein Novum in der deutschen Wohnraumversorgung. Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmer wird die Wasserstofflieferung über das ursprüngliche Testende hinaus fortgeführt.

Als Teil des Leitprojekts TransHyDE erhielt H2Direkt Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Initiative war es zu beweisen, dass die bestehende Gasinfrastruktur ohne größere Umbauten für die Wasserstoffverteilung genutzt werden kann. Marcus Böske, Geschäftsführer der Energie Südbayern, bestätigte den Erfolg des Projekts und betonte, dass damit die Eignung der heutigen Netze für den Wasserstoffeinsatz nachgewiesen wurde.

Auf der VKU-Verbandskonferenz in Berlin nahm Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thüga, die Auszeichnung stellvertretend für das Team entgegen. Er unterstrich die Bedeutung des Projekts für eine nachhaltige Energiezukunft. Michael Schneider, Geschäftsführer der Energienetze Bayern, ergänzte, dass die gewonnenen Erkenntnisse als Leitfaden für ähnliche Umstellungen in anderen Netzgebieten dienen könnten – ein wichtiger Schritt hin zu einer wasserstoffbasierten Energieversorgung.

Für die Zukunft ist bereits ein Folgeprojekt mit dem Namen H2Dahoam in Planung. Diese nächste Phase soll die dezentrale Wasserstofferzeugung vor Ort erforschen und auf den Erfahrungen von H2Direkt aufbauen.

Der VKU-Innovationspreis unterstreicht die Bedeutung von H2Direkt als Beweis für die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff in der Energieversorgung. Mit der Verlängerung des Projekts in Hohenwart und den Plänen für eine lokale Produktion setzt die Initiative ein praxisnahes Beispiel für die Energiewende. Die gewonnenen Erkenntnisse werden ähnliche Vorhaben in deutschen Gasnetzen maßgeblich voranbringen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle