19 March 2026, 16:18

Bayern erklärt Wölfe und Goldschakale erstmals für jagdbar – Reform entfacht Streit

Liniengraph, der den Anstieg der Wolfspopulation in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Landtag gibt grünes Licht für erleichtertes Wolfsjagen in Bayern - Bayern erklärt Wölfe und Goldschakale erstmals für jagdbar – Reform entfacht Streit

Bayern reformiert Jagdgesetz – Wölfe und Goldschakale erstmals als jagdbar erklärt

Bayern hat sein Jagdrecht grundlegend überarbeitet und damit weitreichende Änderungen im Wildtiermanagement eingeführt. Der Landtag klassifiziert mit der neuen Reform erstmals Wölfe und Goldschakale als jagdbare Arten. Zudem werden die Vorschriften zur Bejagung von Rehen gelockert und die Kontrolle von Wolfspopulationen verschärft, um Nutztiere besser zu schützen.

Die Reform räumt Jägern und Grundbesitzern mehr Entscheidungsfreiheit ein, wann und wie Rehe bejagt werden dürfen. Bisher waren dafür umständliche behördliche Genehmigungen erforderlich. Künftig können die Jagdmaßnahmen bereits ab Mitte April beginnen – angepasst an die veränderten Vegetationsmuster im Frühling.

Eine weitere zentrale Neuerung erlaubt das Töten kranker Tiere, wenn dies dem Artenschutz dient. Damit soll die Ausbreitung von Krankheiten in wildlebenden Populationen eingedämmt werden.

Besonders umstritten sind die neuen Regelungen zur Wolfsbejagung. Obwohl Wölfe strengem Naturschutz unterliegen, erleichtert die Reform nun das Erlegen von Tieren, die Nutztierherden bedrohen. Umweltverbände wie der Bund Naturschutz kritisieren die Änderungen scharf. Sie warnen, dass die gelockerten Vorschriften Wälder schädigen und Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen könnten.

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Während sich Wolfspopulationen in mehreren Bundesländern – etwa Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen – bereits ausgebreitet haben, liegen aus Bayern keine aktuellen Zahlen zu den lokalen Beständen vor. Die Reform deutet jedoch auf eine strengere Kontrolle in Regionen hin, in denen Wölfe vorkommen.

Das neue Gesetz stärkt die Befugnisse von Jägern und Grundbesitzern in der Wildtierbewirtschaftung. Die Bejagung von Rehen kann nun früher beginnen, und Wölfe dürfen leichter erlegt werden, wenn sie Nutztiere gefährden. Kritiker befürchten jedoch, dass die Änderungen zusätzliche Belastungen für Ökosysteme und die Gesundheit der Wälder mit sich bringen könnten.

Quelle