Bayern setzt Drohnen gegen Afrikanische Schweinepest ein – doch die Gefahr bleibt unsichtbar
Ben SchmidtBayern setzt Drohnen gegen Afrikanische Schweinepest ein – doch die Gefahr bleibt unsichtbar
Behörden in Bayern verstärken Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest
Die bayerischen Behörden intensivieren ihre Bemühungen, um einen Eintritt der Afrikanischen Schweinepest in die Region zu verhindern. Vom 6. bis 10. Oktober 2025 werden Drohnen in Großostheim und den umliegenden Gebieten nach verendeten Wildschweinen suchen. Die Aktion ist Teil der laufenden Maßnahmen, um eine Ausbreitung der Krankheit aus dem benachbarten Hessen zu stoppen.
Die Afrikanische Schweinepest stellt zwar keine Gefahr für Menschen oder andere Tiere dar, kann aber Schweinebestände verheerend dezimieren. Das Virus befällt ausschließlich Haus- und Wildschweine und hat in den vergangenen Jahren zu umfangreichen Vorsorgemaßnahmen im Landkreis geführt. Schweinehalter wurden wiederholt in Biosicherheitsmaßnahmen geschult, während Suchaktionen mit Drohnen und Spürhunden in der Nähe der hessischen Grenze mittlerweile zur Routine gehören.
Bisher wurden in Bayern keine Fälle der Krankheit registriert. Auch in den Nachbarbundesländern wie Hessen gab es in den letzten fünf Jahren keine Ausbrüche, dennoch bleiben die Vorbereitungen aktiv. Im Juni 2025 bestätigte der Lahn-Dill-Kreis in Hessen zwar seine Einsatzbereitschaft – doch es wurden keine Infektionen nachgewiesen.
Die Bevölkerung wird daran erinnert, keine Speisereste von Fleisch oder Wurst im Freien zu entsorgen, da diese das Virus verbreiten können. Ein klares Meldesystem ist eingerichtet: Wer ein verendetes Schwein entdeckt, sollte sich umgehend an die örtliche Jagdbehörde oder das Veterinäramt wenden. Der Landkreis hält Schutzkleidung sowie einen speziellen Anhänger für die sichere Beseitigung von Kadavern bereit, falls nötig.
Die anstehenden Drohnenflüge dienen der frühzeitigen Erkennung möglicher Infektionen, bevor sich die Krankheit ausbreiten kann. Da es weder in Bayern noch in den Grenzregionen bestätigte Fälle gibt, betonen die Behörden, dass Wachsamkeit der beste Schutz bleibt. Der Landkreis ist bereit, bei einer Veränderung der Lage weitere Maßnahmen einzuführen.