Bayern streicht Förderung für Schneekanonen – Aiwanger kritisiert Koalitionsstreit
Aiwanger kritisiert Stopp der Förderung für Schneekanonen in Bayern - Bayern streicht Förderung für Schneekanonen – Aiwanger kritisiert Koalitionsstreit
Das bayerische Landwirtschaftsministerium hat die Förderung von Schneekanonen im Rahmen seines Seilbahn-Förderprogramms eingestellt. Die von CSU-Ministerin Michaela Kaniber vorangetriebene Entscheidung hat innerhalb der Regierungskoalition eine Debatte ausgelöst. Kritiker befürchten negative Auswirkungen auf den Wintertourismus, während Umweltschützer den Schritt begrüßen.
Damit endet die bisherige Unterstützung für künstliche Beschneiungsanlagen, die zuvor unter bestimmten Auflagen auch vom Wirtschaftsministerium mitfinanziert wurden. Künftig erhalten nur noch bestehende Personenseilbahnen staatliche Zuschüsse. Ministerin Kaniber verteidigte die Entscheidung und erklärte, künstlicher Schnee sei zwar wirtschaftlich notwendig, aber nicht mehr förderungswürdig.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, übt scharfe Kritik an der Kehrtwende. Die Trennung der Schneekanonen-Förderung von den Seilbahn-Subventionen sei wenig sinnvoll, warnte er, und verwies darauf, dass Skifahrer künftig vermehrt zu Schneegarantie bietenden Wintersportorten abwandern könnten. Zwar bezeichnete Aiwanger die Koalition insgesamt als stabil, räumte aber ein, dass es gelegentlich Spannungen aufgrund unterschiedlicher politischer Positionen gebe. Die Umweltorganisation Bund Naturschutz begrüßte zwar die geänderten Richtlinien, wies jedoch darauf hin, dass weiterhin andere Fördermöglichkeiten für Schneekanonen bestünden. Gleichzeitig hat die Entscheidung die Differenzen zwischen CSU und Freien Wählern offengelegt, wobei öffentliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ministern häufiger werden.
Die Streichung der Subventionen tritt sofort in Kraft und zwingt Skigebiete, die Beschneiung künftig aus eigener Tasche zu finanzieren. Zwar bleibt die staatliche Unterstützung für die Seilbahn-Infrastruktur bestehen, doch die Änderung spiegelt einen Wandel in der bayerischen Wintertourismus-Politik wider. Während Umweltschützer hier einen Fortschritt sehen, warnen Branchenvertreter vor möglichen wirtschaftlichen Folgen.
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