Bayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Partnerschaft mit neuen Projekten
Ben SchmidtBayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Partnerschaft mit neuen Projekten
Eine kasachische Delegation unter der Leitung des Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidenten Roman Sklyar hat kürzlich Bayern besucht, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Die Reise umfasste hochrangige Treffen und Gespräche zur Ausweitung des Handels zwischen den beiden Regionen. Bayern, das wirtschaftsstärkste Bundesland Deutschlands, sieht in Kasachstan einen zentralen Partner in Zentralasien und der GUS-Region.
Während des Besuchs traf Sklyar mit dem bayerischen stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zusammen, um die Handels- und Wirtschaftskooperation weiter auszubauen. Aiwanger betonte die engen wirtschaftlichen Verflechtungen und verwies darauf, dass kasachisches Öl die Hälfte der bayerischen Ölimporte deckt. Zudem kündigte er Pläne für eine direkte Flugverbindung zwischen Schymkent und München an, um die Verbindungen zwischen den Regionen zu stärken.
Ein runder Tisch zum Thema "Kasachisch-Bayerischer Wirtschaftsdialog" brachte 70 bayerische Wirtschaftsführer zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Ausweitung des bilateralen Handels, der 2024 ein Volumen von 4,7 Milliarden Euro erreichte – fast die Hälfte des gesamten kasachisch-deutschen Handels. Kasachstan ist damit Bayerns 21-größter Handelspartner und auf Platz 15 bei den Importen.
Eric Beißwenger, Bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten, bekräftigte die Unterstützung für die wachsenden Beziehungen. Er hob die komplementäre Struktur beider Volkswirtschaften hervor, wobei Bayerns Bruttoinlandsprodukt 2024 fast 800 Milliarden US-Dollar erreichte. Die Gespräche zielten darauf ab, die Märkte Kasachstans und Bayerns enger zu verzahnen.
Der Besuch unterstrich Bayerns Rolle als wichtigster deutscher Handelspartner Kasachstans. Neue Initiativen, darunter Direktflüge und eine intensivierte Wirtschaftszusammenarbeit, sollen in Kürze folgen. Beide Seiten sehen im weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen eine Priorität für die kommenden Jahre.






