Bayern und Oberösterreich planen nächtliche Rettungshubschrauber-Einsätze bis 2026
Johanna MüllerBayern und Oberösterreich planen nächtliche Rettungshubschrauber-Einsätze bis 2026
Vertreter aus Bayern und Oberösterreich haben sich getroffen, um über die Ausweitung der Luftrettungsdienste auf die Nachtstunden zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Erweiterung der Einsatzzeiten für den gemeinsam betriebenen Rettungshubschrauber Christophorus 3, der derzeit die Region Passau und Teile Oberösterreichs versorgt. Ziel ist es, bis 2026 eine rund um die Uhr besetzte Rettungshubschrauber-Station im oberösterreichischen Suben einzurichten.
Seit 2002 arbeiten Bayern und Oberösterreich erfolgreich in der grenzüberschreitenden Luftrettung zusammen und betreiben eine gemeinsame Basis in Suben. Der Rettungshubschrauber Christophorus 3 hat sich bewährt, was nun zu Forderungen nach längeren Einsatzzeiten führt. Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Landrat Raimund Kneidinger und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander trafen sich kürzlich, um sich für eine nächtliche Abdeckung einzusetzen.
Der geplante 24-Stunden-Betrieb würde eine Lücke im Rettungshubschrauber-Netz Westösterreichs schließen. Während Oberösterreich eine durchgehende Verfügbarkeit anstrebt, möchte die Region Passau zumindest eine erweiterte nächtliche Einsatzbereitschaft erreichen. Suben, direkt an der Grenze zu Niederbayern gelegen, gilt als bevorzugter Standort für die neue Station.
Doch es gibt noch Hürden. Bei dem Treffen wurden rechtliche, organisatorische und finanzielle Herausforderungen bei der Umsetzung eines Rund-um-die-Uhr-Betriebs thematisiert. Nachtflüge erfordern speziell geschultes Personal, angepasste Hubschrauber sowie moderne Flugtechnik. Zwar unterstützen lokale Verantwortliche das Vorhaben, doch stehen konkrete Finanzierungszusagen und institutionelle Unterstützung noch aus.
Bei Erfolg könnte der 24-Stunden-Rettungshubschrauber 2026 den Betrieb aufnehmen und die Notfallversorgung in der Grenzregion deutlich verbessern. Voraussetzung dafür sind die Klärung logistischer und finanzieller Fragen sowie die Beschaffung der notwendigen Ausstattung und des Personals. Die Behörden arbeiten weiterhin daran, die nächtliche Luftrettung Realität werden zu lassen.