05 November 2025, 00:16

Bayerns Auto-Handel-Sektor verlässt ZDK und schwächt Dachverband

Autologos auf der Motorhaube von verschiedenen Autos.

Bayerns Auto-Handel-Sektor verlässt ZDK und schwächt Dachverband

Bayerns Autokennzeichen-Gewerbe tritt zum Jahresende aus dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) aus Der bayerische Autoversicherungssektor hat beschlossen, den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) bis Ende des Jahres zu verlassen. Dieser bedeutende Schritt entzieht dem ZDK sein größtes Mitglied – sowohl was die Mitgliederzahl als auch die finanziellen Beiträge angeht. Rund 7.000 Betriebe mit 140.000 Beschäftigten sind betroffen. ZDK-Präsident Thomas Peckruhn warnte, dass diese Spaltung die Branche zersplittern und den Einfluss des Verbandes in Berlin und Brüssel schwächen könnte. Die Entscheidung für den Austritt wurde vom Landesvorstand unter Führung von Präsident Günter Friedl sowie Vertretern der sieben bayerischen Innungen empfohlen. Künftig wird das bayerische Autokennzeichen-Gewerbe durch den Bundesinnungsverband (BIV) und den Zentralverband Kraftfahrzeuggewerbe (ZVK) vertreten. Der BIV übernimmt dabei zentrale Aufgaben in den Bereichen technische Fahrzeugüberprüfung, Werkstattorganisation, Ausbildung, Weiterbildung und technische Normung. Peckruhn äußerte sich enttäuscht über die Entwicklung und betonte, dass der Einfluss des ZDK dadurch geschwächt werde. Er bezeichnete die Spaltung als einen "tiefen Riss", der die Branche zu zerreißen drohe. Ein von neun Landesverbänden und sieben markenspezifischen Verbänden vorgeschlagenes alternatives Finanzierungsmodell war zuvor ignoriert worden, was letztlich zum Bruch führte. Dennoch zeigte sich Peckruhn gesprächsbereit und erklärte, der ZDK stehe für ernsthafte Verhandlungen offen, sollte es Interesse an einer erneuten Mitgliedschaft geben. Der ehemalige Präsident des bayerischen Autokennzeichen-Gewerbes, Klaus-Dieter Breitschwert, bedauerte die Entscheidung und schloss sich angesichts der Entwicklung dem Händlerverband (VAD) an. Der Austritt Bayerns schwächt den Dachverband deutlich – sowohl zahlenmäßig als auch in puncto Einfluss. Während der BIV und der ZVK künftig die Interessen des bayerischen Autokennzeichen-Gewerbes vertreten werden, bleiben die langfristigen Folgen dieser Trennung abzuwarten. Der ZDK hat jedoch signalisiert, dass er für Gespräche offensteht, falls es ein erneutes Mitgliedschaftsinteresse geben sollte.