20 February 2026, 14:57

Bayerns Metallbranche verliert 32.000 Jobs – IG Metall schlägt Alarm

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer kleinen Stadt in einem Tal umgeben von Bäumen und Hügeln, mit dem Text "Bayern, Deutschland, 1857" oben.

IG Metall Umfrage: Über 30.000 Arbeitsplätze weg - Bayerns Metallbranche verliert 32.000 Jobs – IG Metall schlägt Alarm

Bayerns Metall- und Elektroindustrie steht vor einem drastischen Jobabbau – Gewerkschaften warnen vor weiteren Problemen

In Bayerns Metall- und Elektroindustrie gehen die Arbeitsplätze massiv zurück. Wie die IG Metall berichtet, wurden in der Region 32.000 Stellen abgebaut, während nur 3.000 neue Jobs entstanden sind. Der Rückgang spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten im verarbeitenden Gewerbe wider, insbesondere in der Automobilbranche und bei Zulieferern.

Eine aktuelle Umfrage der IG Metall unterstreicht das Ausmaß der Krise: Rund 41 Prozent der Unternehmen in Bayerns Metall- und Elektroindustrie bauen bereits Personal ab, weitere 9 Prozent könnten folgen. Besonders hart trifft es die Automobilbranche, die mit 18.000 entfallenen Stellen mehr als die Hälfte der Gesamtverluste verzeichnet.

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Strukturelle Probleme verschärfen die Lage Horst Ott, der regionale Vorsitzende der Gewerkschaft, nennt mehrere grundlegende Probleme: eine zu starke Abhängigkeit von China, schwache heimische Produktion, verzögerte Investitionen und ein ungerechtes Steuersystem. Zudem kritisiert er Arbeitgeberverbände und konservative Politiker, die die Schuld bei den Beschäftigten suchen. Aktuelle Debatten über Sozialleistungen nennt er "empörend".

Gleichzeitig ist die Mitgliederzahl der IG Metall um 2,9 Prozent gesunken – parallel zu einem Rückgang der Beschäftigung in der Branche um 2,8 Prozent. Die tatsächlichen Jobverluste könnten jedoch noch höher liegen, da viele kleinere Umstrukturierungen nicht gemeldet werden. Leiharbeiter, die oft als Erste entlassen werden, fließen zudem nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Aufruf zu gemeinsamer Lösungssuche Trotz der Herausforderungen bleibt Ott optimistisch. Bayern habe wirtschaftliche Krisen bereits überwunden, betont er, und fordert ein gemeinsames Vorgehen von Landesregierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften, um Arbeitsplätze zu sichern und das Wachstum zu stärken.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Schwund der industriellen Belegschaften in Bayern. Mit 32.000 verlorenen Jobs und kaum Ersatz steigt der Druck auf abgestimmte Maßnahmen. Otts Appell zur Zusammenarbeit zielt darauf ab, sowohl die akuten Entlassungen als auch langfristige strukturelle Schwächen anzugehen.