Bayerns neues Jagdgesetz: Wölfe unter Kontrolle, Rehe früher im Visier
Johanna MüllerKabinett setzt sich endlich für Jagdgesetzreform ein - Bayerns neues Jagdgesetz: Wölfe unter Kontrolle, Rehe früher im Visier
Die bayerische Staatsregierung hat nach monatelangen hitzigen Debatten eine umfassende Reform des Landesjagdgesetzes verabschiedet. Die Neuregelungen führen neue Bestimmungen für den Umgang mit Wölfen, Goldschakalen und Rehen ein und ändern die Art und Weise, wie Jagdquoten in der Region festgelegt werden.
Der Reformprozess war von scharfen Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei Schlüsselfiguren der Landesregierung geprägt. Agrar- und Forstministerin Michaela Kaniber geriet mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger über die Ausgestaltung der neuen Vorschriften aneinander. Ihr Streit drehte sich vor allem um den Umgang mit Wölfen und Goldschakalen sowie um Anpassungen der Jagdzeiten für Rehe. Erst im September einigte man sich auf einen Kompromiss, der den Weg für die Reform ebnete.
Die beschlossenen Änderungen treten nun in Kraft und stellen Wölfe und Goldschakale erstmals unter ein formales Jagdmanagement. Die Jagd auf Rehe beginnt künftig früher im Jahr, um veränderten saisonalen Mustern Rechnung zu tragen. Jäger und Grundbesitzer erhalten mehr Flexibilität, während die zuständigen Landesbehörden weiterhin die Festlegung der Abschussquoten überwachen.