Bayerns Notlösung: 16-Jähriger schreibt Geschichte in der Champions League
Johanna MüllerBayerns Notlösung: 16-Jähriger schreibt Geschichte in der Champions League
FC Bayern München litt vor dem Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo unter massiven Personalproblemen. Verletzungen wichtiger Leistungsträger zwangen den Verein dazu, auf Nachwuchsspieler aus der Jugendabteilung zurückzugreifen. Unter ihnen war der 16-jährige Filip Pavić, der mit seinem Einsatz Geschichte schrieb: Er wurde zum jüngsten Spieler in Bayerns Wettkampfkader.
Die Krise spitzte sich zu, als sowohl Stammtorhüter Manuel Neuer als auch sein Vertreter Sven Ulreich verletzungsbedingt ausfielen. Jonas Urbig, zunächst ebenfalls als nicht einsatzbereit eingestuft, erhielt kurz vor Anpfiff grünes Licht – und ersparte dem 16-jährigen Leonard Prescott damit ein mögliches Debüt im Tor der Profimannschaft.
Atalantas Trainer Vincent Kompany hatte seine Mannschaft zwar auf mehreren Positionen umgestellt, doch Bayern dominierte von Beginn an. Bis zur 72. Minute führte der Rekordmeister bereits mit 4:0, sodass Cheftrainer Thomas Tuchel Pavić einwechseln konnte. Der Teenager, der normalerweise für die U17 Bayerns aufläuft, hatte erst im Dezember sein Debüt in der UEFA Youth League gegeben.
Schon früher in der Saison war Urbig für den verletzten Ulreich beim 1:1 in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen eingesprungen. Die anhaltenden Ausfälle unterstrichen, wie sehr der Verein in dieser schwierigen Phase auf junge Talente angewiesen ist.
Pavićs Einsatz markierte einen Meilenstein: Er ist der erste im Jahr 2010 geborene Spieler, der in einem Pflichtspielkader des FC Bayern stand. Die Partie zeigte zugleich die Probleme des Clubs mit der Kadertiefe, da Nachwuchskräfte wegen der vielen Ausfälle in der Profimannschaft aushelfen mussten. Sein kurzer Auftritt könnte jedoch ein Zeichen dafür sein, dass in Zukunft mehr Akademiespieler zum Zug kommen.






