11 February 2026, 06:32

Bayerns Windkraft-Debakel: Warum das Klimaziel 2040 in weiter Ferne liegt

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude mit Fenstern und Namensschildern auf dem Boden, umgeben von Flaschen und anderen Gegenständen, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, während sie an einer Klimaprotest in Berlin teilnehmen.

Bayerns Windkraft-Debakel: Warum das Klimaziel 2040 in weiter Ferne liegt

Vor dem Münchner Spielzeugmuseum steht eine leuchtend blaue Säule – ein Mahnmal für Bayerns zögerlichen Fortschritt bei der Windenergie. Die Installation von Greenpeace, die im September 2023 aufgestellt wurde, zeigt die Zahl der gebauten und genehmigten Windräder im Freistaat. Kritiker sehen darin einen Beleg dafür, wie weit das Land hinter seinen eigenen Klimazielen zurückliegt.

Die Genehmigung für die Säule läuft bis Ende März. Sie soll auf die stockende Ausweitung der Windkraft in Bayern aufmerksam machen. Greenpeace wirft der Staatsregierung seit Langem vor, zu langsam zu handeln – besonders im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, wo der Ausbau deutlich schneller voranschreitet.

Bayern hat sich vorgenommen, jährlich 104 Windkraftanlagen zu errichten, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Doch bis 2025 wurden erst 17 neue Anlagen in Betrieb genommen. Die installierte Leistung an Land bleibt mit nur 39 kW pro Quadratkilometer weit unter dem Bundesschnitt.

Zwar haben sich die Genehmigungen verbessert – 2025 verdoppelten sie sich auf 1,3 GW. Doch selbst mit diesem Anstieg hinkt Bayern dem bundesweiten Trend hinterher. Deutschlandweit wurde 2025 über 50 Prozent mehr Kapazität zugebaut als im Vorjahr. Die Abhängigkeit des Freistaats von fossilen Brennstoffimporten bleibt damit bestehen, während ein schnellerer Windkraftausbau für eine langfristige Energieunabhängigkeit entscheidend wäre.

Die Säule in München dient als öffentliche Mahnung an Bayerns Rückstand bei der Windenergie. Mit nur 17 neuen Anlagen im Jahr 2025 verfehlt das Land seine Klimaziele für 2040 deutlich. Ohne einen deutlichen Schub beim Bau neuer Windräder wird die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern voraussichtlich weiter bestehen.