Baywa-Chef Frank Hiller verliert Rückhalt – Schlüsselaktionäre fordern Konsequenzen
Johanna MüllerBaywa-Chef Frank Hiller verliert Rückhalt – Schlüsselaktionäre fordern Konsequenzen
Baywa-Chef Frank Hiller gerät unter Druck – Schlüsselaktionäre ziehen Unterstützung zurück
Nach dem Verlust der Rückendeckung wichtiger Anteilseigner steht Baywa-Vorstandsvorsitzender Frank Hiller unter wachsendem Druck. Der Aufsichtsrat beriet in einer Krisensitzung am 6. Januar – mit dem Ergebnis, dass das Vertrauen in seine Führung zusammenbrach. Nach nur zehn Monaten an der Spitze scheint seine Position nun unhaltbar.
Die Krise gärt seit Monaten: Vor allem genossenschaftliche Großaktionäre zeigen sich unzufrieden. Die mit Abstand größte, die RWZ Rhein-Main eG, führte die Kritik an Hillers Leistung an. Ein weiterer zentraler Investor, die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG (BRB), forderte schärfere Kontrollen – darunter regelmäßige Berichte über den Stand der Umstrukturierung.
Erst kurz vor Weihnachten hatte Baywa sein niederländisches Agrarhandelsgeschäft Cefetra verkauft, um die Schuldenlast zu verringern. Doch selbst dieser Schritt überzeugte die Anleger nicht von der Wirksamkeit der Sanierungsstrategie. Inzwischen lotet der Aufsichtsrat eine Neuaufstellung der Führungsetage aus – dabei soll laut Berichten auch Hillers rascher Abgang zur Debatte stehen.
Während die Stimmungsmacher unter den Aktionären auf einen Wechsel drängen, hängt Hillers Zukunft bei Baywa in der Schwebe. Der Konzern steckt weiterhin in der Krise, ohne dass eine klare Strategie die Investoren überzeugt. Jeder Führungswechsel käme nach Monaten voller Frustration über die Unternehmensentwicklung.