Berliner Verwaltungsgericht kämpft mit Rekordzahl an Asyl- und Aufenthaltsklagen
Hannah BöhmSignifikant mehr Fälle bei Verwaltungsgerichten - Berliner Verwaltungsgericht kämpft mit Rekordzahl an Asyl- und Aufenthaltsklagen
Berlins Verwaltungsgericht verzeichnete im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der Verfahrens. Die Zahl der anhängigen Klagen stieg um 24 Prozent und überstieg damit die Marke von 25.000. Asyl- und Aufenthaltsstreitigkeiten entwickelten sich 2025 zu den häufigsten Fällen, mit denen die Richter konfrontiert waren.
Im Jahr 2025 gingen beim Gericht 20 Prozent mehr Neuanmeldungen ein als im Vorjahr. Dieser Zuwachs trug zu einer Gesamtzahl von knapp 28.700 Klagen und Eilanträgen innerhalb des Zwölfmonatszeitraums bei.
Asylverfahren und aufenthaltsrechtliche Auseinandersetzungen machten einen Großteil der richterlichen Arbeit aus. Allein diese beiden Bereiche waren für einen beträchtlichen Teil der gestiegenen Fallzahlen verantwortlich.
Trotz des Anstiegs gab es bisher keine offizielle Bestätigung, wer die Zahlen veröffentlicht hat oder einen direkten Vergleich der Neueröffnungen zwischen 2024 und 2025 vorlegte. Die Daten zeigen jedoch deutlich, dass die Belastung für die Ressourcen des Gerichts zunimmt.
Der Rückstau an unerledigten Fällen beläuft sich mittlerweile auf über 25.000, was einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit Asyl- und Aufenthaltsfragen an der Spitze ist die Arbeitslast des Gerichts deutlich gewachsen. Die Zahlen unterstreichen den wachsenden Druck auf Berlins Justizsystem, das mit einer steigenden Zahl an Streitfällen konfrontiert ist.