13 March 2026, 02:13

Bewährungsstrafe für 31-Jährigen wegen Besitzes von Kinderpornografie

Eine Schwarz-Weiß-Buchseite mit sechs Bildern von Menschen in verschiedenen Situationen, begleitet von Text.

Bewährungsstrafe für 31-Jährigen wegen Besitzes von Kinderpornografie

Ein 31-jähriger Mann aus dem Landkreis Ostallgäu ist wegen Besitzes von kinderpornografischem Material zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Prozess fand vor dem Amtsgericht Kaufbeuren statt, nachdem die Polizei auf seinen Geräten Hunderte explizite Bilder und Videos entdeckt hatte. Die Ermittler wurden durch einen Hinweis einer US-amerikanischen Opferschutzorganisation auf den Fall aufmerksam.

Der Fall nahm seinen Anfang, als die Behörden Informationen von einer amerikanischen Organisation erhielten, die sich für den Schutz von Kindern einsetzt. Dies führte im Februar 2025 zu einer Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten. Bei der Razzia beschlagnahmten die Beamten zwei Smartphones, auf denen sich explizite Fotos und Videos befanden.

Das Material zeigte sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Später bestätigte die Polizei, dass die Dateien in Online-Chatgruppen geteilt worden waren. Der Angeklagte räumte ein, die Inhalte heruntergeladen zu haben, bestritt jedoch, sie weiterverbreiten zu wollen.

Aus den Gerichtsakten ging hervor, dass der Mann in seiner eigenen Kindheit selbst Missbrauch erlitten hatte. Sachverständige sagten aus, dass er das Trauma nicht vollständig verarbeitet habe, was seine Taten jedoch nicht entschuldige. Die Staatsanwaltschaft plädierte für eine harte Strafe, während die Verteidigung seine persönliche Vorgeschichte als mildernden Umstand hervorhob.

Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten. Bei der Urteilsfindung wurden sowohl die Schwere der Tat als auch die persönlichen Hintergründe des Angeklagten berücksichtigt. Während der Bewährungszeit bleibt er unter Aufsicht.

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