23 December 2025, 20:31

Biogas-Betreiber legen Wunschliste vor: 'Bürokratie frisst uns auf!'

Ein Imbissstand mit einer Gruppe von Menschen, einer Person hält eine Flasche auf einer Kiste, ein Herd auf der rechten Seite, eine Tafel unten rechts und Essen unten links.

Biogas-Betreiber legen Wunschliste vor: 'Bürokratie frisst uns auf!'

Biogas-Branche warnt vor ungewisser Zukunft – Forderungen nach mehr Unterstützung aus Berlin

Auf der Biogas Messe 2025 in Nürnberg trafen sich Betreiber von Biogasanlagen, um ihre wachsenden Sorgen über die Zukunft der Branche zu äußern. Viele forderten stärkere Unterstützung von der Bundesregierung, da sie angesichts der aktuellen Unsicherheiten kaum noch langfristig planen können.

Auf der Fachmesse betonten Betreiber wie Simon Schmidt die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen für das kommende Jahrzehnt. Unberechenbare Regulierungen erschwerten Investitionen in Anlagen und die Erweiterung bestehender Betriebe, erklärte er. Andere Teilnehmer schlossen sich seinen Bedenken an und verlangten konkrete Maßnahmen statt vager Zusagen.

Stefan Habersack, ein erfahrener Branchenvertreter, nannte übermäßige Bürokratie als eines der größten Hindernisse. Er forderte die Politik auf, Verfahren zu vereinfachen, da überbordende Vorschriften Projekte verzögerten und die Kosten in die Höhe trieben. Seine Aussagen spiegelten die allgemeine Frustration unter den Teilnehmern wider. Auch Verbände wie der Fachverband Biogas drängten auf Handlungsbedarf. Zu ihren zentralen Forderungen gehörten eine eigenständige Biogas- und Biomethan-Strategie sowie die Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse – etwa aus der IZES-Studie – in anstehenden Gesetzen wie dem Biomassepaket und der Kraftwerksstrategie. Zudem verlangten sie Anpassungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Reformen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), um unnötigen Verwaltungsaufwand abzubauen. Konkrete Vorschläge von Berliner Politikern blieben auf der Veranstaltung jedoch aus.

Die Messe endete, ohne dass die Branche klare Signale aus der Bundespolitik erhielt. Ohne Kurskorrekturen drohen den Betreibern weiterhin Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Projekten und dem Erhalt ihrer Anlagen. Nun wartet die Branche auf handfeste Schritte aus Berlin, um ihre Sorgen zu entschärfen.