29 April 2026, 08:47

BMW revolutioniert Lieferketten mit Blockchain-Technologie und PartChain-Projekt

Eine Person in einem Helm fährt ein weißes BMW M3 GT3 Rennauto auf einer von Gras und einem Maschendrahtzaun umgebenen Strecke, mit sichtbarem Text und Zahlen auf dem Auto und einem Wasserzeichen in der oberen linken Ecke.

BMW revolutioniert Lieferketten mit Blockchain-Technologie und PartChain-Projekt

BMW forscht seit über drei Jahren an Blockchain-Lösungen, um die Transparenz in der Lieferkette und die Datensicherheit zu verbessern. Der jüngste Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung eines effizienteren und zuverlässigeren Systems zur Nachverfolgung von Materialien und Fahrzeugkomponenten. Diese Innovationen könnten zudem den Weg für neue Kundendienstleistungen ebnen – etwa digitale Fahrtenbücher oder automatisierte Zahlungsabwicklungen.

Mit dem Projekt "PartChain" hat der Automobilhersteller eine offene Plattform für den sicheren Datenaustausch entlang der gesamten Lieferkette aufgebaut. Ein zentraler Anwendungsbereich ist die Rückverfolgung kritischer Rohstoffe wie Kobalt, um ethische Beschaffung und Qualitätskontrolle zu gewährleisten. In einem Pilotprojekt wurde die Blockchain-Technologie bereits erfolgreich in der Lieferkette von Scheinwerfern getestet – einzelne Bauteile ließen sich so über mehrere Partner hinweg lückenlos nachverfolgen.

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BMW gehört zudem zu den Mitbegründern der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), einem Zusammenschluss von 120 Unternehmen, die Blockchain-Lösungen für die Automobil- und Mobilitätsbranche entwickeln. Als Leiter der MOBI-Arbeitsgruppe für Lieferketten treibt BMW die Erarbeitung branchenübergreifender Standards für Distributed-Ledger-Technologien voran.

André Luckow, bei BMW verantwortlich für Blockchain-Innovationen, betont das Potenzial der Technologie entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette. Er sieht Chancen etwa für ein digitales Fahrzeuglogbuch, das papierlose Zulassungen und Versicherungsabwicklungen ermöglicht. Künftige Anwendungen könnten sogar so weit gehen, dass Fahrzeuge selbstständig kommunizieren, ihren eigenen Zustand dokumentieren und über Smart Contracts Mikrozahlungen für Dienstleistungen tätigen.

Zu den Vorteilen der Blockchain zählen eine konsistente, hochwertige Datenbasis, die die Problemidentifikation beschleunigt und die Zusammenarbeit verbessert. Durch den Verzicht auf Zwischenhändler fördert die Technologie zudem neue Geschäftsmodelle und Kosteneinsparungen – sowohl für Unternehmen als auch für Kunden.

Mit seinen Blockchain-Initiativen strebt BMW eine transparenter und effizientere Lieferkette an. Gleichzeitig könnte die Technologie das Verhältnis der Fahrer zu ihren Fahrzeugen grundlegend verändern – von digitaler Dokumentation bis hin zu automatisierten Bezahlvorgängen. Während die Entwicklung voranschreitet, könnten diese Innovationen neue Maßstäbe für die gesamte Automobilbranche setzen.

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