BMW warnt vor Gewinneinbruch durch schwächelnden China-Markt und E-Auto-Boom
Hannah BöhmBMW warnt vor Gewinneinbruch durch schwächelnden China-Markt und E-Auto-Boom
BMW gibt Gewinnwarnung heraus – Chinas Automarkt bricht stark ein
Der Autokonzern BMW hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht, da sich die Lage auf dem chinesischen Automarkt dramatisch verschlechtert. Das Unternehmen steht unter wachsendem Druck, weil der rasante Umstieg auf Elektrofahrzeuge im Land die traditionellen Geschäftsmodelle bedroht. Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Nedeljković übernimmt sein Amt unter schwierigen Voraussetzungen.
Im Mai 2023 brachen die Neuzulassungen in China im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent ein. Besonders hart trifft der Rückgang BMW bei seinen Verbrennermodellen, wo sowohl Absatz als auch Gewinnmargen deutlich gesunken sind. Gleichzeitig legten Elektrofahrzeuge kräftig zu: Ihr Marktanteil stieg im Mai auf 42,21 Prozent. Erstmals waren sämtliche Modelle in der Liste der zehn meistverkauften Fahrzeuge in China entweder rein batteriebetrieben oder Plug-in-Hybride.
BMW bemüht sich nun, mit der Einführung seiner neuen Elektrobaureihe „Neue Klasse“ wieder Anschluss zu finden. Doch das erste Modell, der iX3, wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte in den chinesischen Showrooms erwartet. Diese Verzögerung bei der Elektrifizierung könnte dem Konzern im zweiten Halbjahr 2024 rund eine Milliarde Euro an entgangenen Erträgen kosten. Analysten rechnen damit, dass der chinesische Markt bis Jahresende schwach bleiben wird.
Die Gewinnwarnung unterstreicht, wie verwundbar BMW in einem sich wandelnden Markt ist. Der zögerliche Umstieg auf Elektromodelle und die anhaltende Flaute in China werden die Finanzkennzahlen belasten. Um im größten Automarkt der Welt wieder Fuß zu fassen, muss das Unternehmen seine Pläne deutlich beschleunigen.






