17 January 2026, 14:20

Brite scheitert mit kreativem LSD-Schmuggel nach Kroatien – und zahlt den Preis

Ein Ablaufdiagramm der Los Cunis-Drogenhandelsorganisation, das Bilder von Personen, Logos und Text enthält und am unteren Rand ein Flugzeug zeigt, das ihre Mission symbolisiert.

Brite scheitert mit kreativem LSD-Schmuggel nach Kroatien – und zahlt den Preis

Ein 32-jähriger Brite wurde wegen des Versuchs verurteilt, 1.200 Dosen LSD von Amsterdam nach Zadar in Kroatien zu schmuggeln. Die Drogen waren in einem Magazin in seinem Gepäck versteckt, wurden jedoch von Zollbeamten am Flughafen München mit Hilfe eines Spürhundes entdeckt. Der Fall ist Teil einer größeren Welle von Razzien gegen grenzüberschreitenden Drogenhandel. Bereits im Februar 2024 war es in einem separaten Fall zur Beschlagnahmung von 11 Kilogramm LSD gekommen, das ebenfalls nach Kroatien gebracht werden sollte. Der Mann hatte geplant, die Drogen zwischen den Seiten eines Magazins zu verstecken, zusammen mit drei Präzisionswaagen und wiederverschließbaren Plastiktüten. Als Bezahlung für den Auftrag waren 2.000 Euro sowie ein kostenloser Zehn-Tage-Pass für ein Techno-Festival vereinbart worden. Doch das Vorhaben flog auf, als sein Koffer während eines Zwischenstopps in München durchsucht wurde. Nach der Landung in Zadar bemerkte er, dass sein Gepäck – und damit die Drogen – verschwunden war. Statt den Verlust zu melden, versteckte er sich stundenlang am Flughafen, bevor er einen Freund organisierte, der ihn abholte. Vor Gericht wurde er der Beihilfe zum Drogenhandel sowie des Versuchs, eine beträchtliche Menge Betäubungsmittel zu transportieren, für schuldig befunden. Der Richter verhängte eine zweijährige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe von 2.000 Euro, die an die Kriminalpräventionsorganisation Prop e.V. zu zahlen ist. Zudem musste er die Verfahrenskosten tragen. Während des Prozesses weigerte sich der Angeklagte, die Drahtzieher hinter der Operation zu nennen, und berief sich auf Angst vor Vergeltung. Die Organisatoren bleiben weiterhin unbekannt und auf freiem Fuß. Diese Verurteilung folgt auf einen größeren Fall im Februar 2024, als deutsche und kroatische Behörden ein Schmugglernetzwerk zerschlugen, das versucht hatte, 11 Kilogramm LSD – mehr als 100.000 Dosen – mit dem Auto von Amsterdam nach Kroatien zu bringen. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen nahm damals den deutschen Staatsbürger Martin L. sowie zwei nicht namentlich genannte Kroaten in Zusammenhang mit dem Plan fest. Der Fall des Briten zeigt die Risiken auf, die selbst geringfügige Beteiligungen am internationalen Drogenhandel mit sich bringen. Die Ermittler fahnden weiterhin nach den noch unbekannten und flüchtigen Organisatoren. Gleichzeitig unterstreicht der Vorfall die anhaltenden Bemühungen, die Drogen-Schmuggelrouten zwischen den Niederlanden und dem Balkan zu unterbinden.