Bundesweite Schulschließungen wegen extremer Glatteisgefahr am Montag
Hannah BöhmBundesweite Schulschließungen wegen extremer Glatteisgefahr am Montag
Bundesbildungsministerin ordnet flächendeckende Schulschließungen am Montag an
Aufgrund schwerer Hitzewarnungen hat Bundesbildungsministerin Christine Streichert-Clivot die Schließung aller Schulen für Montag angeordnet. Die Entscheidung folgt auf Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes, der vor gefrierendem Regen und verbreitetem Glatteis in ganz Deutschland warnt. Der Unterricht wird stattdessen online stattfinden; für bedürftige Familien bleibt eine Notbetreuung erhalten.
Der Deutsche Wetterdienst hatte vor extrem gefährlichen Bedingungen in der Nacht auf Montag gewarnt. Gefrierender Regen und überfrierende Nässe lösten dringende Sicherheitsbedenken für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auf dem Schulweg aus.
Streichert-Clivot stützte sich bei ihrer Anordnung auf das Digitale-Bildung-Gesetz, das in Ausnahmefällen – wie bei extremen Wetterlagen – bundesweite Maßnahmen ermöglicht. Die Schulen wechseln damit in den Distanzunterricht, um den Lehrbetrieb trotz der Schließungen aufrechtzuerhalten. Die Notbetreuung bleibt für Kinder offen, die nicht zu Hause betreut werden können. Das Vorgehen orientiert sich an internationalen Vorbildern wie der kanadischen Provinz Ontario, wo wetterbedingte Schulschließungen bereits seit 1990 Praxis sind.
Von der Regelung betroffen sind alle Bundesländer mindestens für einen Tag. Der Präsenzunterricht entfällt zugunsten von Onlineangeboten, während die Notfallbetreuung Familien ohne Alternativen unterstützt. Die Behörden betonten, dass die Sicherheit von Schülerinnen, Schülern und Beschäftigten unter den vereisten Bedingungen oberste Priorität habe.