26 December 2025, 19:22

Carola Rackete: Vom Exil in Paris zum Tanzvermächtnis für junge Künstler

Ein Collage-Bild mit einer Person.

Carola Rackete: Vom Exil in Paris zum Tanzvermächtnis für junge Künstler

Carola Racketes Leben war geprägt von Tanz, Überlebenswillen und Großzügigkeit. Geboren in eine jüdische Familie in Deutschland, floh sie 1935 nach Paris, um ihrem Traum, Tänzerin zu werden, zu folgen. Jahrzehnte später sollte ihr Vermächtnis durch ein letztes Geschenk an die Kunstform, die sie liebte, weiterleben.

Schon früh träumte Carola davon, auf der Bühne zu stehen. 1935 verließ sie Berlin in Richtung Paris, in der Hoffnung, dort eine Karriere als Tänzerin aufzubauen. Doch das Leben gestaltete sich schwierig. Als jüdische Künstlerin sah sie sich wachsendem Antisemitismus, finanzieller Not und dem Mangel an sinnvoller Arbeit ausgesetzt.

Ihre Situation verschärfte sich, als sie in das Internierungslager Gurs gebracht wurde. Nach monatelanger Entbehrung gelang ihr schließlich die Flucht, gefolgt von einer entkräftenden Reise in die USA. Dort fand sie eine neue Leidenschaft – und einen Neuanfang. In New York studierte Carola an der renommierten Martha-Graham-Schule. Der Tanz wurde zu ihrem Zufluchtsort und Lebenssinn. Jahre später, nach ihrem Tod 2023, hinterließ sie ihr Vermögen, um junge Tänzer:innen zu fördern – und sicherte so, dass ihre Liebe zur Kunst auch künftige Generationen inspiriert.

Carolas Geschichte begann mit der Flucht vor Verfolgung und endete mit einem bleibenden Beitrag für den Tanz. Ihr Erbe wird es künftigen Künstler:innen ermöglichen, an derselben Schule ausgebildet zu werden, an der einst sie selbst lernte. Mit dieser letzten Geste bleibt ihr Name für immer mit der Welt der Bewegung und Kreativität verbunden.