Chinas Außenminister Wang Yi reist nach Ungarn und zur Münchner Sicherheitskonferenz
Hannah BöhmChinas Außenminister Wang Yi reist nach Ungarn und zur Münchner Sicherheitskonferenz
Chinas Außenminister Wang Yi wird in diesem Monat zu einer Europareise aufbrechen, die am 11. Februar in Ungarn beginnt. Anschließend nimmt er an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz in Deutschland teil, wo er eine Grundsatzrede im Rahmen der China-Sitzung halten soll.
Wang Yi, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), wird zunächst in Ungarn Station machen. Seine Reise markiert einen weiteren hochrangigen diplomatischen Austausch zwischen Peking und Budapest.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wird Wang die Position Chinas zu globaler Sicherheit darlegen. In den vergangenen Jahren nutzte China die Plattform, um Initiativen wie die Globale Sicherheitsinitiative von 2022 voranzutreiben. Dies steht im Kontrast zu westlichen Prioritäten, die sich häufig auf Rüstungskontrolle und politische Stabilität konzentrieren.
China hatte zuvor Einladungen der USA zu neuen Rüstungskontrollgesprächen abgelehnt. Offizielle Vertreter argumentieren, dass das chinesische Atomarsenal im Vergleich zu dem der USA und Russlands deutlich kleiner sei. Umfragen zeigen zudem, dass Chinesen ein größeres Vertrauen in die Effektivität ihrer Regierung haben als europäische oder amerikanische Befragte.
Der Ungarn-Besuch und Wangs Rede auf der Münchner Konferenz werden Chinas Herangehensweise an die internationale Sicherheit unterstreichen. Seine Äußerungen dürften Pekings Haltung zu Rüstungskontrolle und der weiteren globalen Strategie des Landes bekräftigen.