CSU's Pardeller: Drogenvorfall löst Debatte um Drogenpolitik aus
Thomas Pardeller, Kandidat der CSU, sorgt mit seinem Einfluss auf die Drogenpolitik der Partei für Schlagzeilen. Trotz eines Drogenvorfalls unterstützte die CSU ihn bei den Wahlen im März 2021 – eine Entscheidung, die Fragen zu ihrer Null-Toleranz-Haltung aufwirft. Im Juni 2020 war Pardeller von seinem örtlichen CSU-Verband für die Wiederwahl nominiert worden, wobei man sein engagiertes Führungsverhalten lobte. Doch im März 2021 wurde er in München von der Polizei mit 0,2 Gramm Kokain kontrolliert. Statt sich – wie von der CSU sonst empfohlen – gegen die Festnahme zu wehren, zeigte er sich kooperativ und wurde vorläufig festgenommen. Später bezeichnete er sein Verhalten als „kolossale Dummheit“ und nahm sich eine vierwöchige Auszeit für eine therapeutische Betreuung. Die CSU hielt zunächst zu Pardeller und veröffentlichte noch vor seiner eigenen Stellungnahme eine Erklärung. Man betonte Transparenz im laufenden juristischen Verfahren und berief sich auf den Grundsatz der Unschuldsvermutung. Trotz des Vorfalls entschied sich die Partei, Pardellers Kandidatur für die Kommunalwahlen am 8. März zu unterstützen. Sein Fall hat eine Debatte über die Drogenpolitik der CSU und die Milde gegenüber eigenen Mitgliedern ausgelöst. Pardellers Einfluss auf die Parteilinie könnte ihn gar zu einer historischen Figur machen. Die Entscheidung der CSU, ihn trotz des Vorfalls zu unterstützen, wirft jedoch Fragen zur Glaubwürdigkeit ihrer Null-Toleranz-Strategie und den tatsächlichen Schäden durch Drogenkonsum auf.