Deutsche Labortechnik-Branche kämpft mit Umsatzrückgang, setzt aber auf stabile Exporte
Ben SchmidtDeutsche Labortechnik-Branche kämpft mit Umsatzrückgang, setzt aber auf stabile Exporte
Analyse-, Biotech- und Labortechnik-Branche in Deutschland: Rückläufige Umsätze, aber stabile Exporte
Die deutsche Analyse-, Biotech- und Labortechnik-Branche (ABL) durchlebte 2025 ein herausforderndes Jahr. Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtumsätze zeigte die Branche mit stabilen Auslandsgeschäften und einer starken Exportorientierung Widerstandsfähigkeit. Ein neuer Bericht beleuchtet nun sowohl die aktuellen Schwierigkeiten als auch die Wachstumserwartungen für die Zukunft.
Die deutschen ABL-Hersteller erzielten 2025 einen Gesamtumsatz von rund 11,2 Milliarden Euro – ein Minus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Inlandsumsätze sanken um 1,6 Prozent auf etwa 5,1 Milliarden Euro, während das Auslandsgeschäft mit einem Zuwachs von nur 0,2 Prozent nahezu stagnierte und rund 6,1 Milliarden Euro erreichte.
Exporte spielten eine zentrale Rolle und machten 54 Prozent der gesamten Produktion aus. Innerhalb Europas stiegen die Umsätze mit EU-Ländern in den ersten drei Quartalen 2025 um über fünf Prozent. Demgegenüber gingen die Exporte in die USA und nach China um zehn bzw. sechs Prozent zurück, was einen Teil der Gewinne wieder ausglich.
Aktuell beschäftigt die Branche in Deutschland etwa 52.500 Menschen. Für 2026 rechnen die meisten Unternehmen mit einem Umsatzplus von drei bis vier Prozent. Auch die langfristigen Prognosen bleiben positiv: Der globale Markt soll jährlich um etwa fünf Prozent wachsen.
Um künftige Entwicklungen einzuschätzen, veröffentlichte der Branchenverband SPECTARIS den Trendbericht Analyse-, Biotech- und Labortechnik 2026/2027. Der Bericht skizziert wichtige Märkte, aufkommende Trends und potenzielle Chancen für den Sektor.
Die deutsche ABL-Branche schloss 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang, hielt die Auslandsgeschäfte jedoch stabil. Da Exporte mehr als die Hälfte der Produktion ausmachen und für 2026 wieder Wachstum erwartet wird, blickt die Branche vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Der aktuelle SPECTARIS-Bericht bietet Unternehmen eine detaillierte Orientierungshilfe für die Navigation auf den sich wandelnden globalen Märkten.






