22 March 2026, 18:16

Deutsches Start-up eD-TEC revolutioniert Elektroboote mit foilgestütztem Antrieb

Kleines Hydrofoil-Boot auf einem Tisch neben einem Auto, mit zwei Trommeln auf dem Boden, einem Metallzaun und einer Glastür mit Text auf einer Tafel im Hintergrund.

Deutsches Start-up eD-TEC revolutioniert Elektroboote mit foilgestütztem Antrieb

Deutsches Start-up revolutioniert die Elektroboot-Branche mit radikalem Design

Das deutsche Start-up eD-TEC, geleitet vom ehemaligen Volkswagen-Manager Michael Jost, sorgt mit einem bahnbrechenden Antriebskonzept für Furore in der Elektroboot-Branche. Das Unternehmen hat einen foilgestützten Elektroantrieb entwickelt, der den Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent senkt. Unabhängige Tests auf dem Bodensee bestätigen den Durchbruch: Das Testboot legt weitere Strecken zurück, erreicht höhere Geschwindigkeiten als Konkurrenzmodelle – und verbraucht dabei deutlich weniger Strom.

Seit 2022 experimentiert eD-TEC mit elektrischen Oberflächenantrieben. Anders als herkömmliche Propellersysteme, wie sie Marken wie Frauscher oder X Shore nutzen, hebt das neue Design den Rumpf teilweise aus dem Wasser – unterstützt von einem Foil-System. Die Technologie stammt vom niederländischen Unternehmen HullVane und orientiert sich an Prinzipien, wie sie auch bei den vollständig foilenden Booten des schwedischen Herstellers Candela zu finden sind. Allerdings bleibt der Rumpf hier näher an der Wasseroberfläche.

Die größte Herausforderung bestand darin, Strömungsabriss ("Foil Stall") und Lufteinsaugung zu verhindern. Um das System zu optimieren, holte das Unternehmen Martin Fischer, einen Experten für Strömungsdynamik, ins Team. Die Arbeit trug Früchte: Das QDrive-System erreicht bei 30 Knoten eine um 30 bis 40 Prozent höhere Effizienz als ein vergleichbares Gleitboot mit konventionellem Antrieb.

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Die Ergebnisse im Praxistest sind beeindruckend. Das Testboot, ausgestattet mit einer 100 Kilogramm schweren Batterie und einer Kapazität von 105 Kilowattstunden, schafft über 26 Seemeilen bei 30 Knoten. Der Verbrauch liegt bei nur vier Kilowattstunden pro Seemeile – ein Zehntel dessen, was ein modernes Elektroauto benötigt. Zum Vergleich: Das 8 Meter lange Eelex 8000 von X Shore, mit einer größeren Batterie, kommt bei gleicher Geschwindigkeit lediglich auf 18 Seemeilen Reichweite.

Die Innovation brachte eD-TEC ein europäisches Patent sowie staatliche Fördergelder ein. Nach den bestätigten Effizienzwerten in den Testreihen 2024/25 steht das Unternehmen nun kurz davor, die maritime Branche nachhaltig zu verändern.

Foilgestützter Antrieb setzt neue Maßstäbe Mit einer Effizienzsteigerung von 40 Prozent und einer deutlich erweiterten Reichweite übertrifft das System von eD-TEC herkömmliche Konstruktionen – und das ohne größere Batterien. Dank Patenten und Fördermitteln könnte die Technologie bald den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf dem Wasser neu definieren.

Quelle