27 June 2026, 22:08

Deutschland setzt ehrgeizige neue Ökostrom-Ziele bis 2020

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Deutschland setzt ehrgeizige neue Ökostrom-Ziele bis 2020

Deutschland hat ein ehrgeiziges neues Ziel für erneuerbare Energien gesetzt. Bis 2020 strebt das Land an, 35 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem ursprünglichen Vorhaben.

Erstmals hatte Deutschland im Jahr 2004 zugesagt, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent Ökostrom zu erreichen. Bereits 2015 wurde dieses Ziel jedoch durchgehend übertroffen: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung lag seitdem kaum noch unter 20 Prozent – und das in jedem 24-Stunden-Zeitraum.

In den folgenden Jahren beschleunigte sich der Fortschritt rasant. 2014 erreichte die Windstromerzeugung mit über 29 Gigawatt (GW) einen Rekordwert. Dann, am 18. November 2015, verzeichneten die Erneuerbaren einen historischen Höchststand: An diesem Tag deckten sie 56 Prozent des deutschen Strombedarfs. Konventionelle Kraftwerke erzeugten an demselben Tag 25 GW – inklusive der Exporte. Ohne diese hätte ihre Leistung auf nur noch 15 GW gedrosselt werden müssen. Auch die Windkraft brach in diesem Monat einen neuen Rekord und erreichte 32,6 GW.

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Der Umstieg auf erneuerbare Energien brachte jedoch auch Herausforderungen mit sich. Allein 2015 kostete die Stabilisierung des Stromnetzes rund 500 Millionen Euro.

Deutschlands Ausbau der erneuerbaren Energien verlief schneller als ursprünglich geplant. Das Ziel für 2020 liegt nun bei 35 Prozent – ein Beleg für die rasanten Fortschritte des Landes. Mit zunehmender Abhängigkeit von Ökostrom bleibt das Netzmanagement eine zentrale Aufgabe.

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