10 May 2026, 10:12

Deutschland sucht dringend Alternativen nach Streichung der Tomahawk-Raketen

Nahaufnahme eines Militärfahrzeugs mit einer runden, grün-weißen Rakete, die seitlich an einem Metallrahmen befestigt ist.

Deutschland sucht dringend Alternativen nach Streichung der Tomahawk-Raketen

Deutsche Verteidigungspolitiker drängen auf rasche Lösungen nach Streichung der Tomahawk-Stationierung

Nach der Absage der geplanten Stationierung von US-amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland fordern Führungskräfte der Verteidigungspolitik dringend Alternativen. Die Entscheidung hat eine Lücke in Europas Abschreckungsstrategie hinterlassen und löst Forderungen nach schnellerem Handeln aus. Politiker aus Union und SPD verlangen von Verteidigungsminister Boris Pistorius nun konkrete Vorschläge.

Die für Deutschland vorgesehene Stationierung der Tomahawk-Raketen war gescheitert, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump eine unter der Biden-Regierung getroffene Vereinbarung rückgängig gemacht hatte. Die Raketen sollten als Übergangslösung dienen, bis Europa eigene präzisionsgelenkte Langstreckenwaffen entwickelt.

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Der verteidigungspolitische Sprecher der CSU, Thomas Erndl, kritisiert das zögerliche Tempo bei der Modernisierung der Bundeswehr. Er pocht auf einen „Aktionsplan 2029“, um zügig eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen. Zudem regt er an, innovative Marschflugkörper-Entwürfe junger deutscher Unternehmen zu prüfen.

Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, schlägt vor, eine Zusammenarbeit mit der Ukraine bei der Entwicklung der FP-5-Flamingo-Marschflugkörper-Technologie zu erwägen. Sie betont die Notwendigkeit, die europäische Raketenproduktion rasant auszubauen. Fachleute sind sich einig, dass Deutschland und andere EU-Staaten über das nötige industrielle und technische Know-how verfügen, um dies zu erreichen.

Sowohl Erndl als auch Möller setzen Pistorius unter Druck, einen Ersatz für die gestrichenen Tomahawks zu finden. Ihre Warnungen kommen vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über ein „Abschreckungsvakuum“ in der europäischen Sicherheitspolitik.

Die Absage der Tomahawk-Stationierung zwingt Deutschland, nach neuen Optionen zu suchen. Abgeordnete setzen nun auf heimische Innovationen und internationale Partnerschaften, um die Lücke zu schließen. Im Fokus stehen die Beschleunigung der Produktion und der Aufbau langfristiger europäischer Verteidigungsfähigkeiten.

Quelle