Digitale Inklusionskarte revolutioniert Hilfe für Familien mit beeinträchtigten Kindern
Hannah BöhmDeutschlandweite Inklusionskarte bietet Unterstützung für Familien - Digitale Inklusionskarte revolutioniert Hilfe für Familien mit beeinträchtigten Kindern
Neue digitale Inklusionskarte hilft Familien mit gesundheitlich beeinträchtigten Kindern bei der Suche nach maßgeschneiderter Unterstützung in Deutschland
Ein neues digitales Tool, die Inklusionskarte, unterstützt Familien mit Kindern, die gesundheitliche Beeinträchtigungen haben, dabei, passgenaue Hilfsangebote in ganz Deutschland zu finden. Die Plattform wurde von Familienauszeit Meitingen und der Initiative Digital verein(t) entwickelt und deckt fünf Bundesländer ab. Nutzer können nach Alter, Diagnose und Barrierefreiheitsbedürfnissen filtern. Behörden bezeichnen sie als bundesweit einzigartig.
Die Karte ging an den Start, nachdem die Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen die nationale Inklusionskarte 2022 eingestellt hatte. Geringe Nutzungszahlen hatten damals zur Schließung geführt – eine Lücke in der barrierefreien Versorgungslandschaft blieb zurück. Das neue Portal füllt diese nun mit Fokus auf digitale Kompetenzen und spezialisierte Hilfen.
Über eine Suchfunktion lassen sich Angebote nach Bundesland, Anbieter oder spezifischen Bedarfen wie Geräteverleih oder digitalen Schulungen finden. Regionale Karten, etwa für Baden-Württemberg, bleiben für lokale Unterstützung erhalten. Zum Projekt gehören zudem kostenlose Workshops, Hackathons und Beratungen, um Ehrenamtliche auf digitale Herausforderungen vorzubereiten.
Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) lobte die Initiative als gelungene Verbindung von Ehrenamt und digitalem Fortschritt. Die ehemalige Olympische Skirennläuferin Viktoria Rebensburg übernimmt die Schirmherrschaft. Das Bayerische Digitalministerium betont die Einzigartigkeit des Services, der bundesweit Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen praktisch unterstützt.
Familienauszeit Meitingen, 2024 gegründet, schuf die Karte, um offene Begegnungsräume für Familien mit beeinträchtigten Mitgliedern zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit Digital verein(t) sichert kontinuierliche Aktualisierungen und den Ausbau der Angebote.
Aktuell ist die digitale Inklusionskarte in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Niedersachsen aktiv. Sie listet Unterstützungsangebote von Barrierefreiheitsschulungen bis hin zu Geräteverleih auf. Familien und Ehrenamtliche können die Dienstleistungen ab sofort über die Online-Plattform nutzen.






