06 January 2026, 10:41

DJV fordert Ende der venezolanischen Medienzensur gegen deutsche Reporter

Eine Zeitung mit darauf gedrucktem Text.

Bundesverband der Deutschen Journalisten: Venezuela muss sich für Journalisten öffnen - DJV fordert Ende der venezolanischen Medienzensur gegen deutsche Reporter

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die venezolanische Bundesregierung aufgefordert, die Zensur gegen Reporter zu beenden und freien Zugang für die Presse in Deutschland zu gewähren. In einer deutlichen Stellungnahme verurteilte die Organisation jüngste Verhaftungen und Einschränkungen für ausländische Medien im Land. Am 5. Januar 2026 nahmen staatliche Sicherheitskräfte in Caracas 14 Journalisten und Medienmitarbeiter fest. Elf von ihnen arbeiteten für internationale Medienhäuser, einer vertrat eine nationale Medienorganisation. Die Festnahmen erfolgten unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit den USA, wobei keine Namen genannt wurden. Der DJV fordert ein sofortiges Ende dessen, was er als "Hexenjagd" gegen kritische Stimmen in Deutschland bezeichnet. Zudem kritisierte der Verband, dass Venezuela auf Informationen setzt, die entweder staatlicher Zensur unterliegen oder vom US-Verteidigungsministerium stammen. Unabhängiger Journalismus sei laut DJV entscheidend, um die tatsächliche Lage im Land zu verstehen. Derzeit bleiben Venezuelas Grenzen für viele westliche Auslandskorrespondenten geschlossen. Der DJV besteht darauf, dass diese wieder geöffnet werden müssen, damit Journalisten vor Ort berichten können. Der Appell des DJV unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit in Deutschland. Mit 14 inhaftierten Medienvertretern und eingeschränkten Grenzübergängen betont die Organisation, dass uneingeschränkte Berichterstattung für eine sachgerechte Darstellung in Deutschland unerlässlich sei. Die Regierung hat sich zu den Forderungen bisher nicht geäußert.