Dopingvorwürfe gegen Manuel Fettner: Warum die FIS die Bindungs-Debatte stoppte
Elias Braun"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Dopingvorwürfe gegen Manuel Fettner: Warum die FIS die Bindungs-Debatte stoppte
Neue Dopingvorwürfe im Skispringen – diesmal gegen Österreichs Manuel Fettner
Erneut sind Vorwürfe wegen möglicher Regelverstöße im Skispringen aufgekommen, diesmal richten sie sich gegen den österreichischen Athleten Manuel Fettner. Norwegische Medien hatten Ende Dezember 2025 während der Vierschanzentournee die Legalität seiner Bindungen infrage gestellt. Die Internationaler Skiverband (FIS) wies die Anschuldigungen jedoch am Silvestertag zurück.
Ausgelöst wurde die Debatte, als die norwegische Zeitung Dagbladet zwischen dem ersten und zweiten Wettbewerb in Oberstdorf Zweifel an Fettners Ausrüstung äußerte. Fettner konterte mit scharfer Kritik an den Medien und warf ihnen vor, unbestätigte Behauptungen zu verbreiten: „Es ist schon ein bisschen traurig, wenn die Medien Dinge nicht vorher überprüfen.“
Die Vorwürfe lösten heftige Reaktionen unter den Sportlern aus. Der deutsche Skispringer Karl Geiger verurteilte die norwegische Berichterstattung und verwies auf einen aktuellen Skandal im eigenen Land: Noch kein Jahr zuvor war das norwegische Team bei der Weltmeisterschaft in Trondheim mit zu steifen Bändern in den Anzügen erwischt worden. Geiger kommentierte: „Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn man selbst beim Schummeln ertappt wurde und dann andere beschuldigt.“
Auch Philipp Raimund, Deutschlands führender Skispringer, meldete sich zu Wort und bezeichnete die Anschuldigungen als „psychologische Spielchen“ während des Turniers. Die FIS lehnte die Vorwürfe schließlich ab und bestätigte, dass Fettners Bindungen den Vorschriften entsprachen.
Mit der Entscheidung der FIS war die Angelegenheit für Fettner geklärt und die Vorwürfe vom Tisch. Dennoch entfachte der Vorfall erneut Diskussionen über Fairness im Sport – besonders vor dem Hintergrund der früheren Verstöße Norwegens. Athleten und Funktionäre haben die Sache inzwischen ad acta gelegt und konzentrieren sich auf den weiteren Saisonverlauf.