Dramatische Nachtrettung am Zugspitze-Ostgrat: Zwei Bergsteiger in Extremwetter gerettet
Ben SchmidtDramatische Nachtrettung am Zugspitze-Ostgrat: Zwei Bergsteiger in Extremwetter gerettet
Zwei Bergsteiger in nächtlicher Rettungsaktion am Zugspitze-Ostgrat gerettet
Zwei Bergsteiger wurden in einer nächtlichen Rettungsaktion geborgen, nachdem sie am Sonntag, dem 21. September 2024, am Ostgrat der Zugspitze in eine Notlage geraten waren. Extremwetter mit starken Winden und frostigen Temperaturen zwang die Rettungskräfte zum Eingreifen, da das Duo den Abstieg nicht mehr sicher bewältigen konnte.
Der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen war gemeldet worden, dass die beiden Kletterer im Bereich der Ostverschneidung am Oberreintalschrofen festsaßen. Die Bergsteiger hatten ihre Tour zwar abgeschlossen, fanden jedoch keine Abstiegsroute. Beim Versuch, sich vom sechsten Standplatz abseilen, klemmte sich ihr Seil ein.
Ein zunächst geplanter Helikoptereinsatz musste wegen fast null Sichtweite abgebrochen werden. Stattdessen machten sich die Rettungskräfte zu Fuß auf den Weg. Die Aktion war dringend, da den Kletterern angemessene Winterausrüstung fehlte und sie schwerem Schneefall sowie sich verschlechternden Bedingungen ausgesetzt waren.
Das Rettungsteam erreichte die beiden schließlich und brachte sie sicher zur Oberreintalhütte. Die Aktion endete um 3 Uhr morgens – beide Bergsteiger überstanden die Strapazen unverletzt, trotz der extremen Verhältnisse.
Schon früher in der Woche, am Donnerstag, hatte dieselbe Bergwacht drei weiteren Kletterern geholfen, die in der Nähe des Zugspitzgipfels festsaßen. Diese wurden zunächst zur Wiener-Neustädter-Hütte gebracht, bevor sie mit der Tiroler Zugspitzbahn nach Ehrwald transportiert wurden.
Die Bergsteiger verdanken ihr Überleben dem schnellen Einsatz der Rettungskräfte. Schlechte Wetterbedingungen und unzureichende Ausrüstung hatten eine Selbstrettung unmöglich gemacht – ein eindringliches Beispiel für die Gefahren des Alpenbergsteigens bei unberechenbarem Wetter.






