24 November 2025, 00:15

Drei Legenden der deutschen Unterhaltungskultur sind nicht mehr

Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Diskussion auf der Bühne folgen, flankiert von einer großen Wand und einer Wand im Hintergrund.

Drei Legenden der deutschen Unterhaltungskultur sind nicht mehr

Drei bekannte Persönlichkeiten der deutschen Unterhaltungs- und Medienbranche sind kürzlich verstorben. Der langjährige Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner starb am 7. Oktober im Alter von 82 Jahren. Alfred Hilsberg, eine prägende Figur der Hamburger Underground-Szene, verstarb mit 77 Jahren. Beide folgen dem Komiker Fips Asmussen, der bereits im August 2020 verstarb.

Franz Josef Wagner arbeitete jahrzehntelang für den Axel-Springer-Verlag, sowohl als Reporter als auch als Kolumnist. Von 2001 bis 2022 verfasste er seine Kolumnen in Briefform und behandelte dabei ein breites Themenspektrum. Sein letzter Beitrag, veröffentlicht am 7. September 2022, war an Carlo Acutis adressiert, einen neu heiliggesprochenen Heiligen. Neben seiner journalistischen Tätigkeit schrieb Wagner als Ghostwriter für Prominente wie Franz Beckenbauer, Udo Jürgens und Boris Becker.

Seine Kolumnen sorgten oft für Diskussionen, da er konservative und reaktionäre Standpunkte vertrat. Dennoch schätzten Leser seine Fähigkeit, sie zum Lachen und Weinen zu bringen. Kritiker verglichen ihn mit Kultfiguren wie James Last und dem verstorbenen Komiker Fips Asmussen, der im August 2020 starb.

Alfred Hilsberg hingegen prägte als Impresario die Hamburger Underground-Szene. Bekannt für seine unkonventionellen Ratschläge, empfahl er einmal, täglich Bild zu lesen, um das Bewusstsein zu erweitern – statt Bier oder Haschisch zu konsumieren.

Wagners Tod hinterlässt ein Erbe provokanter, aber weit gelesener Kolumnen. Hilsbergs Einfluss auf die Hamburger Kulturszene bleibt bemerkenswert. Beide Persönlichkeiten, zusammen mit Asmussen, haben die deutsche Unterhaltungslandschaft auf je eigene Weise geprägt.