Eichenau ehrt über 200 Ehrenamtliche für ihr außergewöhnliches Engagement und Zivilcourage
Johanna MüllerEichenau ehrt über 200 Ehrenamtliche für ihr außergewöhnliches Engagement und Zivilcourage
Eichenaus jährlicher Neujahrsempfang ehrt über 200 Ehrenamtliche für ihr Engagement
Bei der traditionellen Veranstaltung wurden nicht nur Freiwillige für ihren Einsatz gewürdigt, sondern auch Erfolge im Sport, zivilcouragiertes Handeln und langjähriges Wirken in lokalen Vereinen und Initiativen hervorgehoben. Bürgermeister Peter Münster kehrte nach einem kürzlichen Herzinfarkt erstmals wieder in den öffentlichen Dienst zurück.
In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Münster bei seinen Stellvertretern, Josef Spiess (CSU) und Rike Schiele (Grüne), die während seiner Abwesenheit seine Amtsgeschäfte übernommen hatten. Besonders würdigte er die Ehrenamtlichen der Stadt und bezeichnete ihre Arbeit als „unverzichtbar für den Zusammenhalt und das Lebensgefühl in Eichenau“.
Zu den Geehrten zählte Anja Tolve, die für ihren mutigen Einsatz gegen illegale Graffitisprüher mit dem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet wurde. Dieter Seidel wurde für sein Engagement in der Asylhilfe gewürdigt, während Rudolf Bretschneider vom Bayerischen Roten Kreuz und Ingeborg Kullmann vom Nachbarschaftshilfe-Projekt ebenfalls für ihre Verdienste Anerkennung fanden. Hendrik Cornell blickt auf 40 Jahre Dienst in der Eichenauer Feuerwehr zurück und wurde dafür geehrt. Konstantin Hoffmann, Mitglied beim Eichenauer SV, erntete Applaus als deutscher Jugendmeister im Gewichtheben.
Der Bürgermeister sprach zudem aktuelle globale Spannungen an und äußerte sich besorgt über die Konflikte zwischen Russland, China und den USA. Er erinnerte die Anwesenden an das anhaltende Leid in Eichenaus ukrainischer Partnerstadt Wyschhorod, das durch den Krieg verursacht wird.
Der Empfang endete mit einem Appell, die lokalen Leistungen weiter zu schätzen und zugleich wachsam gegenüber den internationalen Herausforderungen zu bleiben. Die Ehrenamtlichen, Sportler und langjährigen Mitglieder verließen die Veranstaltung mit der Gewissheit, einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Gemeinschaft zu leisten. Münsters Rückkehr ins Amt markierte für die Stadt einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr.