06 December 2025, 00:14

EPO und US-Patentexperten diskutieren KI und Rekord-Anmeldungen bei historischer Tagung

Vier Personen auf der linken Seite, wobei eine Frau einen Vortrag hält und im Hintergrund Bilder von Gadgets mit ihren Namen darunter zu sehen sind.

EPO und US-Patentexperten diskutieren KI und Rekord-Anmeldungen bei historischer Tagung

EPO-Präsident António Campinos und die Vorsitzende des US Bar-EPO Liaison Council, Laura Brutman, trafen sich am 3. Dezember mit ihren Delegationen am EPO-Sitz in München. Der US Bar-EPO Liaison Council hielt am 3. Dezember seine 41. Jahrestagung ab. Dabei kamen das Europäische Patentamt (EPA) und Vertreter der US-Patentbranche zusammen, um zentrale Themen und Entwicklungen in Europa und den USA zu erörtern.

Veröffentlichungsdatum: 5. Dezember 2025

Stichworte: Finanzen, Investitionen, Wirtschaft, Künstliche Intelligenz

Das Europäische Patentamt (EPA) und US-Patentexperten trafen sich am 3. Dezember 2025 zur 41. Jahrestagung des US Bar-EPO Liaison Council. Dieses Forum verbindet das EPA mit seiner größten Antragstellergruppe – den US-Innovatoren – und dient dem Austausch über aktuelle Entwicklungen im Patentrecht. Die Tagung fand zu einem historischen Zeitpunkt statt: Das EPA bereitet sich darauf vor, im Jahr 2025 erstmals über 200.000 Patentanmeldungen zu bearbeiten – ein Rekord in seiner Geschichte.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen drängende Fragen, darunter der wachsende Einfluss von KI auf Patentanmeldungen. Erörtert wurden die Herangehensweise des EPA an KI-unterstützte und KI-generierte Anmeldungen, was die zunehmende Bedeutung technologischer Innovationen im Patentwesen widerspiegelt. Das Amt informierte zudem über Fortschritte bei der digitalen Transformation sowie eine neue KI-Richtlinie, die zwar den Einsatz moderner Technologien fördert, dabei aber menschliche Kontrolle, Transparenz und Verantwortung in den Vordergrund stellt.

Die Tagung unterstrich das Bekenntnis des EPA zur Modernisierung der Patentverfahren bei gleichbleibend hohen Standards. Angesichts der rekordverdächtigen Anmeldezahlen für 2025 und der zunehmenden Beteiligung der USA am Einheitspatentsystem passt sich die Behörde kontinuierlich an technologische und rechtliche Veränderungen an. Die Gespräche bestätigten zudem die zentrale Rolle des Liaison Council als Plattform für die transatlantische Zusammenarbeit im Patentrecht.