Ergo baut Stellen ab – doch ohne Zwangsentlassungen bis 2030

Hannah Böhm
Hannah Böhm
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Eine Balkendiagramm, das die Anzahl und Rate von tödlichen Arbeitsunfällen nach Branche im Jahr 2010 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.Hannah Böhm

Ergo baut Stellen ab – doch ohne Zwangsentlassungen bis 2030

Ergo, die Versicherungssparte der Munich Re, hat Pläne bekannt gegeben, seine Belegschaft in den nächsten fünf Jahren zu verringern. Das Unternehmen wird sich dabei vor allem auf den Abbau von Stellen konzentrieren, die mit repetitiven Tätigkeiten verbunden sind, während gleichzeitig Hundertschaft Mitarbeiter für neue Aufgaben umgeschult werden. Zwangsentlassungen sollen im Rahmen des Prozesses vermieden werden.

Die Stellenstreichungen betreffen vor allem Bereiche wie die Telefonie und die Schadensabwicklung, wo die Aufgaben oft einfach und routinemäßig sind. Ergo beschäftigt derzeit rund 17.000 Mitarbeiter in München; die Reduzierungen sollen schrittweise bis 2030 umgesetzt werden.

Bis zu 500 Beschäftigte werden innerhalb von zwei Jahren für wachsende Geschäftsbereiche wie die Altersvorsorge weiterqualifiziert. Die Maßnahme steht im Einklang mit branchenweiten Entwicklungen, da Versicherer zunehmend auf Digitalisierung und künstliche Intelligenz setzen, um ihre Abläufe effizienter zu gestalten.

Die Muttergesellschaft Munich Re strebt an, ihre Struktur zu vereinfachen und bis 2030 jährliche Kosteneinsparungen von rund 600 Millionen Euro zu erzielen. Gleichzeitig passen auch andere Versicherer ihre Strukturen an: Die ING Groep NV plant aufgrund der digitalen Transformation fast 1.000 Stellen abzubauen, während die Allianz SE prüft, ob KI künftig den Personalbedarf verringern könnte.

Ergos Umstrukturierung setzt auf freiwillige Maßnahmen und Weiterbildung statt auf betriebsbedingte Kündigungen. Die Veränderungen spiegeln einen generellen Trend in der Versicherungsbranche wider, wo Automatisierung und digitale Werkzeuge die Anforderungen an die Belegschaft neu definieren. Das Unternehmen erwartet, die Umstellung bis Ende des Jahrzehnts abzuschließen.

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