03 March 2026, 12:13

Europas Halbleiterforschung verliert global an Boden – kann der Chips Act die Wende bringen?

Ein detailliertes Bild einer frühen 20. Jahrhundert Vorrichtung mit vielen Teilen, begleitet von beschreibendem Text, der ihre Spezifikationen beschreibt.

Studie zur Chip-Forschung: Europa verliert den Anschluss - China holt auf bei Patenten - Europas Halbleiterforschung verliert global an Boden – kann der Chips Act die Wende bringen?

Europas Einfluss in der Halbleiterforschung schwindet seit zwei Jahrzehnten. Zu Beginn der 2000er-Jahre lag die EU bei Patentanmeldungen noch vor Taiwan und China, doch ihr Anteil sank seither von 13,3 auf nur noch 8,3 Prozent. Gleichzeitig haben asiatische Länder kräftig aufgeholt: Japan, Südkorea und China dominieren den Sektor heute. Zwischen 2000 und 2021 hielt Japan mit 35 Prozent den größten Anteil an Halbleiterpatenten, gefolgt von Südkorea (15 Prozent) und den USA (18 Prozent). Deutschland steuerte 5,6 Prozent bei – hinter Taiwan (9 Prozent) und China (7 Prozent). Insgesamt entfallen auf alle EU-Länder heute etwa 10 Prozent der weltweiten Halbleiterpatente. Besonders markant war der Aufstieg Asiens: Südkorea verdreifachte seinen Anteil, während Chinas Wachstum noch deutlicher ausfiel. Europa hingegen hatte Mühe, Schritt zu halten. Die Zusammenarbeit zwischen europäischen Forschern und asiatischen Partnern blieb begrenzt, und gemeinsam gehaltene Patente sind weiterhin selten – ein Zeichen für die relative Isolation der Region. Als Reaktion verabschiedete die EU 2023 den European Chips Act, um die heimische Forschung zu stärken. Bis 2030 sollen über 43 Milliarden Euro investiert werden, flankiert von neuen Partnerschaften. Eine Vereinbarung mit Taiwans TSMC aus dem Jahr 2024 sieht gemeinsame Forschungslabore vor, während ein EU-Japan-Abkommen von 2023 den Fokus auf Chipttechnologien legt. Ein separates Abkommen mit Südkorea (2024) zielt auf Lieferketten und Forschungszusammenarbeit ab. Europas Anteil an Halbleiterpatenten ist gesunken, während Asien seine Vorherrschaft ausbaut. Mit neuen Fördergeldern und internationalen Kooperationen will die EU diesen Trend umkehren. Mit 43 Milliarden Euro an Investitionen und wachsenden Partnerschaften kämpft Europa darum, seine Wettbewerbsfähigkeit in diesem Schlüsselbereich zurückzugewinnen.

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