24 November 2025, 16:15

Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern kämpft gegen dramatischen Mitgliederschwund

Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes zu sehen.

Bischof: Kirche steht vor einer Wende - Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern kämpft gegen dramatischen Mitgliederschwund

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) steht vor tiefgreifenden Veränderungen, da die Mitgliederzahlen weiterhin zurückgehen. Bis 2035 wird ein Rückgang um 40 Prozent erwartet – dann werden noch zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Gläubige zur Kirche gehören. Dieser Schwund zwingt die Kirche, ihre Strukturen und Finanzen grundlegend zu überdenken.

Auf einer Landessynode in Amberg kommen diese Woche rund 100 Delegierte zusammen. Die Beratungen markieren das Ende einer sechsjährigen Legislaturperiode; im Frühling 2026 übernehmen neue Mitglieder ihr Amt. Die Synode verfügt über weitreichende Befugnisse: Sie kann Kirchengesetze beschließen, Haushalte genehmigen und Bischöfe wählen.

Die Zukunft der Kirche hängt nun davon ab, ob es gelingt, trotz schrumpfender Mitgliederzahlen und geringerer Einnahmen vor Ort präsent zu bleiben. Regionale Kirchengemeinden und gemeinsame Leitungsstrukturen sollen künftig zum Standard werden. Den Auftakt für diesen Wandel bildet der Amtsantritt der neu gewählten Synode im kommenden Frühling.